Die Europa-Serie – Zweite Generation der Euro-Banknoten im Überblick

Die Banknoten der zweiten Generation, auch Europa-Serie genannt, werden seit 2013 schrittweise über mehrere Jahre eingeführt. Die ersten vier Stückelungen (5 Euro, 10 Euro, 20 Euro und 50 Euro) wurden von 2013 bis 2017 ausgegeben. Der neue 100 und der neue 200 Euro Schein wurden der Öffentlichkeit am 17. September durch die EZB vorgestellt und werden am 28. Mai 2019 in Umlauf gebracht. Somit ist die Europa-Serie vollständig.

Wann wurde welche neue Euro-Banknote der Europa-Serie eingeführ

Warum heißt die neue Serie „Europa-Serie“?

Die zweite Serie der Euro-Banknoten heißt auch Europa-Serie, weil zwei der Sicherheitsmerkmale ein Porträt der Europa enthalten. Europa ist eine Gestalt aus der griechischen Mythologie und wurde aufgrund ihrer offensichtlichen Verbindung zum europäischen Kontinent ausgewählt. Sie verleiht den Banknoten einen menschlichen Faktor. Das Abbild der Europa stammt von einer über 2000 Jahre alten Vase, welche im Pariser Louvre zu sehen ist.

Gestaltung der neuen Banknoten

Die „Europa Serie“ bringt, im Vergleich zur ersten Generation von Euro-Banknoten, einige gestalterische Neuheiten mit. Die Abkürzung der Europäischen Zentralbanken auf den Banknoten ist mittlerweile nicht nur in fünf, sondern in zehn Sprachvarianten zu sehen (BCE, ECB, ЕЦБ, EZB, EKP, EKT, ESB, EKB, BCE und EBC). Außerdem ist, aufgrund des EU-Beitritts von Bulgarien, der „Euro-Schriftzug“ nun zusätzlich zur lateinischen und griechischen auch in kyrillischer Schrift abgebildet. Die Europa-Karte auf der Rückseite des Scheines umfasst nun auch die beiden Beitrittsländer Malta und Zypern. Natürlich tragen alle bis dato ausgegebenen Banknoten die Unterschrift vom EZB-Präsidenten Mario Draghi.

Gegenüberstellung von erster Serie und Europa-Serie

Schein Ausgabedatum
    Erste Serie Europa-Serie
5 Euro
Farbe
grau
Maße
120x62mm
Baustil
Klassik
01.01.2002 02.05.2013
10 Euro
Farbe
rot
Maße
127x67mm
Baustil
Romantik
01.01.2002 23.09.2014
20 Euro
Farbe
blau
Maße
133x72mm
Baustil
Gotik
01.01.2002 25.11.2015
50 Euro
Farbe
orange
Maße
140x77mm
Baustil
Renaissance
01.01.2002 01.01.2017
100 Euro
Farbe
grün
Maße
147x77mm
Baustil
Rokoko
01.01.2002 28.05.2019
200 Euro
Farbe
gelblich-braun
Maße
153x77mm
Baustil
Eisen- und Glas-
architektur
01.01.2002 28.05.2019
500 Euro
Farbe
lila
Maße
160x82mm
Baustil
Architektur 20. Jhd.
01.01.2002 -
Quelle: Europäische Zentralbank

Der 500 Euro Schein wird schon seit 2014 nicht mehr produziert und nun auch nicht mehr ausgegeben. Aus Angst vor Fälschungen nehmen viele Einzelhändler den 500 Euro Schein gar nicht mehr an. Alte Banknoten verlieren jedoch weder Wert noch Gültigkeit.

Gründe für die Einführung der Europa-Serie

  • Schutz vor Fälschungen: Durch neue hochmoderne Sicherheitsmerkmale und den Fortschritten in der Banknoten-Technologie bietet die neue Serie besseren Schutz vor Fälschungen. „Selbstschutz“ ist die Devise. Wichtig hierbei ist, dass die Öffentlichkeit in der Lages ist gefälschte Geldscheine zu erkennen und das Eurosystem so bei der Falschgeldbekämpfung unterstützen kann.
  • Höheres Vertrauen der Öffentlichkeit: : Durch die verbesserten Sicherheitsmerkmale erhöht sich das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Euro.
  • Robust und langlebig: : Die zweite Generation an Scheinen ist langlebiger als die erste. Dadurch müssen sie seltener ersetzt werden, wodurch wiederrum dir Kosten gesenkt werden und die Umwelt geschont werden kann. Insbesondere bei den 5 Euro und 10 Euro Scheinen macht sich dies bemerkbar, da diese durch viele Hände gehen.

Solange die Altbestände der ersten Serie noch nicht abgebaut sind, werden die neuen Euro-Banknoten der Europa-Serie parallel zu den alten ausgegeben. Nach und nach werden anschließend die alten Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Der Zeitpunkt, an dem die Banknoten der ersten Serie ihre Funktion als gesetzliches Zahlungsmittel verlieren, wird frühzeitig bekannt gegeben. Ihren Wert werden sie jedoch dauerhaft behalten und können unbefristet bei den nationalen Zentralbanken des Eurosystems umgetauscht werden.

Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten arbeitet die EZB eng mit allen Akteuren zusammen und stellt den wichtigen Sektoren die neuen Banknoten lange vor deren Einführung zur Verfügung. Die Hersteller und Eigentümer sind letztlich jedoch dafür verantwortlich ihre Maschinen zur Prüfung und Bearbeitung von Banknoten an die neuen Geldscheine anzupassen.

Echtheitsprüfung: „Fühlen – Sehen – Kippen“

Fühlen

  • Papier: griffig und fest
  • Fühlbares Relief: Auf der Vorderseite lässt sich am linken und rechten Rand jeweils eine Reihe kurzer erhabener Linien ertasten. Bei Hauptmotiv, Schrift und großer Wertzahl ist auch ein Relief spürbar.

Sehen

  • Porträt-Wasserzeichen: Hält man den neuen Euro-Schein gegen das Licht, wird als Wasserzeichen das Porträt der Europa sichtbar, einer Sagengestalt der griechischen Mythologie.
  • Sicherheitsfaden: Betrachtet man die Banknote gegen das Licht, erscheint der Sicherheitsfaden als dunkler Streifen. Auf ihm werden das €-Symbol und die Wertzahl der Banknote in sehr kleiner, weißer Schrift sichtbar.
  • Porträt-Fenster: Hält man die Banknote gegen das Licht, wird das Fenster im Hologramm auf der rechten Seite durchsichtig. In ihm erscheint das Porträt der Europa, welches auf beiden Seiten der Banknote erkennbar ist.

Kippen

  • Porträt-Fenster: Beim Kippen der Banknote ist im Fenster auch die von regenbogenfarbenen Linien umgebene Wertzahl der Banknote zu sehen. Auf der Rückseite der Banknote erscheint die kleine regenbogenfarbene Wertzahl mehrfach im Fenster.
  • Porträt-Hologramm: Kippt man die Banknote zeigt das Hologramm – der Folienstreifen im rechten Teil der Banknote – ein Porträt der Europa. Im Streifen sind außerdem das Hauptmotiv und die Wertzahl der Banknote zu erkennen.
  • Satelliten-Hologramm: Oben auf dem Folienstreifen ist das Satelliten-Hologramm sichtbar, dieses gibt es nur beim 100- und 200-Euro-Schein. Beim Kippen der Banknote erscheinen kleine €-Symbole, die um die Wertzahl kreisen. Unter direktem Licht kann man die €-Symbole sehr deutlich erkennen.
  • Smaragdzahl: Die Wertzahl links unten schimmert beim Kippen der Banknote smaragdgrün bis tiefblau. Außerdem sind auf der Smaragdzahl kleine €-Symbole erkennbar.

Zusätzliche Merkmale

  • Mikroschrift: An einigen Stellen auf der Banknote befinden sich winzige Schriftzeichen. Diese Mikroschrift kann mit einer Lupe entziffert werden. Die Schriftzeichen sind gestochen scharf, nicht verschwommen.
  • Standard-UV-Licht: Hält man die Banknote unter Standard-UV-Licht, bleibt das Papier selbst zwar dunkel, allerdings sind im Papier fluoreszierende Fasern eingearbeitet, die in drei verschiedenen Farben leuchten. Weitere Flächen auf Vorder- und Rückseite fluoreszieren ebenso.
  • Besonderes UV-Licht (UV-C): Auf der Vorderseite leuchten die kleinen Kreise in der Mitte gelb, die großen Sterne und mehrere andere Stellen fluoreszieren orange. Auch das €-Symbol wird sichtbar.
  • Infrarot-Merkmale: Unter Infrarot-Licht sind auf der Vorderseite die Smaragd-Zahl, ein Teil der großen Wertzahl, die rechte Seite des Hauptmotives und der Folienstreifen zu sehen. Rückseitig sind das Fenster, die Wertzahl und die horizontal verlaufende Seriennummer zu erkennen.

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