Nachhaltiges Banking

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Zum Bereich des Social Banking gehört neben dem Community Banking und dem Social Lending das nachhaltige Banking. Das nachhaltige Banking setzt auf Werte des traditionellen Kreditgeschäftes und steht im Kontrast zum Konzept der herkömmlichen Großbanken, die hin und wieder mit spekulativen Produkten werben und wenig Transparenz zeigen. Die „grünen Banken“ tragen die Hoffnung in sich mit Geld die Welt verändern zu können – im positiven Sinn versteht sich. Die Abwicklung ihrer Geldgeschäfte erfolgt ethisch, fair und ökologisch. 

Was bedeutet „nachhaltiges Banking“

Im Deutschen sind Formulierungen wie „ethisches Investment“ oder „nachhaltig-ökologisches Banking“ gebräuchlich. Auch wird von einer sozialen Anlagepolitik gesprochen. Es handelt sich zwar um verschiedene Begrifflichkeiten, die aber ein gemeinsames Ziel verfolgen: Ein faires Investment, welches anthroposophisches Gedankengut in wirtschaftliches Handeln einbindet. Dabei räumen anthroposophisch orientierte Kreditinstitute ihren Kunden, die vordergründig als „Menschen“ und weniger als „Kunden“ behandelt werden, einen individuellen und sozialen Stellenwert ein, selbst wenn die Zusammenarbeit auf wirtschaftliche Belange zurückzuführen ist. Kunden sozialer Banken wird mehr Selbstbestimmung und Verantwortung zugesprochen. Das betrifft vor allem Investitionsentscheidungen. Der Kunde kann etwas unterstützen, von dem er überzeugt ist und woran er glaubt. D.h. er kann etwas Gutes bewirken und selbstverantwortlich handeln.


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Öko- / Ethikbanken im Vergleich

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3,80€mtl. Grundgebühr
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Wir haben insgesamt 9 Produkte für Sie im Vergleich.

Wie entwickelte sich das ethische Investment?

In Europa erhielt das ethische Bankwesen ab 1970 Auftrieb. Natürlich gab es schon vor dem 20. Jahrhundert Investitionsentscheidungen, die aus sozialem Engagement getroffen wurden. Aber erst seit 1970 existiert eine kleine Anzahl an Banken, die diesem Thema im eigenen Unternehmen ernsthafte Bedeutung beimisst.

Diese alternativen Banken distanzierten sich bewusst vom Image der Großbanken. Zum Zeitpunkt der Entstehung der nachhaltigen Banken war das Vertrauen der Anleger in die Großbanken bereits stark erschüttert. Dieses Misstrauen legte sich auch in den Folgejahren nur bedingt, so dass Anleger vermehrt andere bzw. alternative Investitionsmöglichkeiten suchten und diese speziell bei den ethisch vertretbaren Banken fanden, die zudem ungewohnt große Transparenz bei ihren Kreditgeschäften zeigen.

Entwicklung nach 1980

Einen weiteren Schub erhielt das sozialverantwortliche Investieren durch die Folgen des Doppelbeschlusses der NATO im Jahr 1980. In diesen Jahren erwachten die Menschen auf ein Neues. Auf keinen Fall sollte mit eigenen Geldanlagen in irgendeiner Form die Rüstungsindustrie unterstützt werden. Die Suche nach anderen Mitteln und Wegen begann.

Parallel etablierte sich zu diesem Zeitpunkt die GLS Bank, die erste deutsche Bank mit nachhaltigen Anlageprodukten. Bereits damals lag der Fokus der GLS Bank auf dem rein zivilgesellschaftlichen Investment. Dieses betreibt sie bis zum heutigen Tag äußerst erfolgreich und mit stetig wachsender Bilanzsumme. 

12. Dezember 1979:

  • Doppelbeschluss der NATO aus zwei Teilen bestehend: Nachrüstung & Modernisierung der atomwaffenfähigen US-amerikanischen in Westeuropa
  • Verhandlungsangebot zur beidseitigen Limitierung sowjetischer sowie US-amerikanischer atomarer Mittelstreckenraketen

Welches Konzept verfolgen ethische Banken?

Das Konzept des nachhaltigen Bankings beruht auf Positiv- und Negativkriterien, die von Rating Agenturen eruiert werden. Ethisch nachhaltige Kreditinstitute sind verpflichtet nach diesen Kriterien zur Einhaltung nachhaltigen Bankings zu handeln. 

Die Idee des nachhaltigen Bankwesens entwickelte sich Ende des 20. Jahrhunderts. Das Interesse an sozialen Projekten, ethisch vertretbaren Produkten und ökologisch nachhaltigen Unternehmen gibt es schon seit längerer Zeit. Die Interessengemeinschaft war bisher nur zu gering vertreten, um sich durchzusetzen, z.B. in Form ebendieser Banken eine Bedeutung zu erhalten. Nachhaltiges Banking hat, seit es nicht mehr nur in Europa Anhänger findet, sondern auch in anderen Teilen der Welt, eine Durchschlagskraft entwickelt.

Ursache für das verstärkte Interesse ist u. a. die Finanzkrise, die das Vertrauen der Menschen in herkömmliche Großbanken stark erschüttert hat. Der Wunsch nach Transparenz und der Kenntnisnahme darüber, in welche Projekte Kundengelder fließen, wächst seit einigen Jahren stetig. So tragen viele Kunden „[…] ihr Geld zu grünen Nischenbanken mit alternativen Geschäftskonzepten“. (Öko-Test „Moral oder Masche“)

Synonyme und Bezeichnungen des Social Bankings sind vielfältig, kommen aber im Kern ihrer inhaltlichen Aussage zum gleichen Ergebnis bzw. Definition.

  • Social Banking beschreibt eine Art privatwirtschaftlicher Bankgeschäfte
  • Banken, die sich dem Social Banking verschrieben haben, achten vor allem auf ökologische und soziale Belange und sehen sich im besonderen Maße zur Nachhaltigkeit verpflichtet.
  • Demnach investieren und unterstützen sie zum großen Teil soziale Projekte bzw. investieren in ökologisch nachhaltige Produkte oder erneuerbare, regenerative Energien.

 

Welche Anbieter gibt es? Gibt es Unterschiede?

Im Folgenden stellen wir Ihnen in einem komplexen Detailvergleich der einzelnen Anbieter vor, die derzeit auf dem deutschen Finanzmarkt vertreten sind. Allen ist gemeinsam, dass sie der Nachhaltigkeit einen wesentlichen Stellenwert in ihren Finanzangeboten und -produkten einräumen.

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Bank Projekte
Energie Bildung Wohnen Ernährung Soziales
Ethikprojekt Frauenprojekt Umweltprojekt
Aufforstungsprogramm in Westuganda Realisierung Baugruppenprojekt Bezirk Berlin Pankow Windenergie aus Bayern Solarstrom und glückliche Hühner Prototyp beweglichen Wasserkraftwerkes
Erneuerbare Energien (Solar- und Windparks Ökologische Landwirtschaft und Bio-Lebensmittel Bildung und Sozialwirtschaft Handel und Herstellung (Non-Food)
Deutsch-Mosambikanische Gesellschaft e.V, Hemi Help e.V. Kulturelles Engagement
Umweltprogramm Nachhaltiges Handeln Altenarbeit
Kinderhilfsprojekte Bildungs- und Ausbildungsprojekte Wasserprojekte
Kinderhilfsprojekte Bildungs- und Ausbildungsprojekte Gesundheitsversorgung Seelsorge

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Bank Projekte
Girokonten & Karten Baufinanzierungen & Bausparen Sparen & Anlegen Klimaschutz Vorsorge Fonds, Wertpapiere & Beteiligungen
Ethische Geldanlagen Nachhaltige Girokonten Ökologische Kredite Photovoltaik-Kredit
Grüne Anlageprodukte Darlehen mit Ökobonus Umweltfonds
Investments Sparen Girokonten und Karten Beteiligungen Vermögenswirksame Leistungen mit Fonds
Tagesgeld Aktienanleihen Depotwechsel/ -vergleich ETF Baufinanzierungen Modernisierungsdarlehen
Girokonten Immobilienfinanzierung Sparen & Anlegen
Girokonten Sparen & Anlegen terrAssisi Fonds
Girokonten & Karten Sparen & Anlegen Tagesgeld Kredit

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Bank Weitere Details
Eigenkapital Kundenzahl Bilanz zum 31.12.2017 Direkt-/ Filialbank Einlagensicherung Höhe der Einlagensicherung
Eigenkapital Kundenzahl Bilanz zum 31.12.2017 Direkt-/ Filialbank Einlagensicherung Höhe der Einlagensicherung
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*Stand 2019, aktuellere Ergebnisse liegen bisher nicht vor

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Welchen Kriterien bestimmen das Social Banking bei nachhaltigen Banken?

Um nachhaltiges Banking realistisch zu ermöglichen, bedarf es Richtlinien, die den entsprechenden Unternehmen als Regelwerk dienen. Dieses wird von Projektgruppen bzw. Ratingagenturen eruiert.

In Deutschland spielt dabei das Wuppertaler Klimainstitut eine entscheidende Rolle, welches gemeinsam mit der Projektgruppe „Ethisch-Ökologisches Rating“ die Merkmale nachhaltigen, fairen, sozialen und ökologischen Investments in Deutschland festgelegt hat. Wirtschaftliche, soziale Leistungen, gesellschaftliche Entwicklungen als auch die Naturverträglichkeit werden in den Analysen berücksichtigt. (Gottwald, Franz-Theo/ Spinkart, Karl Peter. Fair Finance. Das Kapital der Zukunft. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München. S. 138f.)

Die Auswertung der Ergebnisse fürht die Ratingsagentur zu folgenden Richtlinien für nachhaltiges Banking. Produkte ethisch nachhaltiger Banken sollen aus ökonomischer, ökologischer sowie sozialer und kultureller Sicht die folgenden Voraussetzungen erfüllen. 

Ökonomische Sicht Ökologische Sicht Soziale und kulturelle Sicht
  • Gewinne basierend auf langfristigen Investitions- und Produktionsstrategien KEINE Erwirtschaftung mit kurzfristiger Gewinnmaximierung
  • ausgeglichene Relationen zwischen Erträgen aus Finanzanlagen und denen realer Wertschöpfung.
  • Gewinne NICHT beruhend auf Korruptionen.
Die Erträge sollen im Einklang stehen

  • mit gesteigerter Ergiebigkeit der Ressourcen
  • mit Einlage in erneuerbare Energien,
  • mit Wiedergewinnung und Recycling verbrauchter Stoffe sowie
  • mit Funktionsfähigkeit der Ökosysteme auf globaler/ lokaler Ebene
Die Erträge sollen im Einklang stehen mit

  • Entwicklung des Humankapitals wie Aus- und Weiterbildung, Vereinbarkeit Beruf/ Familie, Förderung selbstverantwortlichen Arbeitens etc.
  • Förderung zivilgesellschaftlichen Handelns
  • Schaffung von Erwerbschancen
  • diskriminierungsfreiem Umgang mit Minderheiten etc.
  • Wahrung persönlicher Freiheitsrechte trotz Respekt vor kulturellen Vielfalten
  • Wahrung gesellschaftlicher Integrität

 

Mit Einhaltung dieser Richtlinien können Investitionen nachhaltiger Banken, den Einklang zwischen Mensch, Umwelt und Wirtschaft bewahren. Zu den Investitions-Branchen des Social Banking gehören u.a. 

  • erneuerbare Energien (Wind- und Solarkraft etc.)
  • Naturkosthandel (Produkte aus biologisch-ökologischem Anbau etc.)
  • sozial engagierte Projekte (Kinderheime, Kinderdörfer, Kindergärten, Betreuungsanlagen für Senioren oder Behinderte etc.)
  • nachhaltige Immobilien (Alt- oder Neubau). 

Was widerspricht dem Konzept nachhaltiger Banken?

Neben diesen „Goes“ gibt es Negativ-Kriterien. Für Kreditunternehmen gelten diese Richtlinien als Ausschlusskriterien bei der Investitionsentscheidung. Die Banken sprechen sich aus gegen Investitionen in Branchen wie

  • Waffenherstellung oder -handel,
  • Atomkraftwerke,
  • Kinderarbeit oder Unternehmen, die von Kinderarbeit profitieren.   

Im Zuge der Energiewende zeichnet sich eine starke Aufrüstung von Instituten und Unternehmen ab, die energieeffizient in „grüne Quellen“ investieren. Die „Ökobanken“ sind für derartige Vorhaben eine gute Alternative zur eigenen Haus- bzw. Geschäftsbank. 

Vor- und Nachteile nachhaltigen Bankings

Ein genereller Vorteil nachhaltiger Banken ist vorwiegend in ihrer Transparenz zu sehen. Geschäftsgebaren werden offen dargelegt.

  • Öko-Test hebt in diesem Punkt die GLS Bank hervor.
  • Der Triodos Bank wird nachgesagt, dass sie sich in hohem Maß transparent zeigt.
  • Die Umweltbank handelt nach Vorsätzen ökologischer Bauvorhaben. Kredite werden mit gesteigerter Nachhaltigkeit günstiger. Dafür legt die Nürnberger Bank ihr gesamtes Portfolio detailliert offen. Ein Umweltbeirat überwacht die Geschäfte, welche in einen jährlichen Umweltbericht dokumentiert werden.

Nachhaltige Banken setzen mit klassischen Kreditgeschäften verstärkt auf Gewinnoptimierung, weniger auf Gewinnmaximierung und spekulative Anlagen. Das heißt aber nicht, dass diese Anlagepolitik im Widerspruch zu guten Erträgen steht.

Im Zuge der Entwicklung und wachsenden Beliebtheit dieser Kreditinstitute zeigen sich auch immer wieder Nachteile und Risiken. Zum einen lockt es immer mehr Kreditinstitute auf den Markt, die mit pseudo-nachhaltigen Konzepten und Produkten werben, dies aber nur aus einem Grund tun: der Kundenakquise. Anlegern raten wir, sich vorab gründlich zu erkundigen und bei Offerten genau hinzuschauen.

  • Die Einlagensicherung: Die Kundeneinlagen sind bei den einzelnen Banken nicht immer gleichermaßen geschützt. Die Umweltbank z.B. ist eine der wenigen deutschen Banken, die nur der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt.
  • Anleger berichten u. a. von äußerst bürokratischen Vorgehen bei der Kreditvergabe. Sie nennen lange Wartezeiten, die benötigt werden zu umfassenden Prüfung aller Kriterien. Diese längeren Wartezeiten garantieren dann keine Kreditzusage.

Welche Zielgruppe erfasst das nachhaltige Bankwesen?

Gegenwärtig investieren in Europa vier Prozent der Bevölkerung in Projekte, die ethischen Richtlinien folgen. In Deutschland liegt die Beteiligung derzeit noch bei einem Prozent, allerdings mit wachsender Tendenz. (s. Dohmen, Caspar. Good Bank. Das Modell der GLS Bank. orange press,  S. 54 ff.)

Die Geschäftsbeziehung zu einer ethischen Bank setzt beim Kunden ein Umdenken voraus. Nicht der maximale Gewinn steht an erster Stelle, sondern der Gedanke das eigene Geld zweckmäßig und vor allem nachhaltig zu investieren.

Die ZEB hat sich in ihrem Bericht mit den Social-Banking-Zielgruppen beschäftigt und zwei maßgebliche Gruppen herausgefiltert.

Die Sozial-ökologische Zielgruppe An Nachhaltigkeit orientierte Zielgruppe
Zielgruppe empfindet hohes Maß an sozialer und ökologischer Verantwortung – Fairness und Transparenz sind ausschlaggebend Nachhaltigkeitsbewusstsein hoch aber moderater als bei sozial-ökologischer Zielgruppe
Höchste Zuwendung zum Fair-Trade, dem Bio-Handel und ethisch vertretbaren Geldanlagen Verwertung, Verwendung nachhaltiger Produkte in hohem Maß durch ausgeglichenen finanzielle Verhältnisse
Geld hat nicht die oberste Priorität – Zielgruppe mit unterdurchschnittlichem Einkommen und Bildung Überdurchschnittliches Einkommen und höchster Bildungsgrad
Mehrheit: weiblich Mehrheit: männlich
Mehr als die Hälfte ist unter 50 Jahren Geldanlage soll aber nicht nur in nachhaltige Produkte, Projekte angelegt werden

Zukünftige Entwicklung

Ethische (Nischen-) Banken etablieren sich allmählich zu Vollbanken. In naher Zukunft werden sie sicherlich ein breites Kundenspektrum aufweisen, da sie nicht nur die herkömmlichen Dienstleistungen, sondern auch „Nischenprodukte“ anbieten. Zudem erweitert sich ihr Dienstleistungsspektrum nach und nach.

  • Öko-Test sieht bezüglich der Entwicklung nachhaltiger Banken in Deutschland für die Zukunft einen Wachstumstrend. Nicht allein die Verunsicherung der Menschen in Großbanken und ihre zu Teils spekulativen Anlagearten sind ein Grund für den Wachstum und das steigende Interesse an Alternativbanken, sondern ebenso die Tatsache, dass ein Umdenken stattgefunden hat und Anleger wissen möchten, was mit ihrem Geld geschieht. Das Streben nach hohen Renditen ist nicht mehr einzige Entscheidungsgrundlage. Anleger setzen zunehmend auf Kriterien wie Umweltbewusstsein, Transparenz, Gemeinsinn, Sicherheit, Ehrlichkeit und soziale Lebensqualität.
  • Die ZEB Managementberatung sieht neben dem großen Wachstumspotential alternativer Banken auch die Interessengruppe für nachhaltiges Banking, die sich aus Verbrauchern zusammen setzt, die über ein überdurchschnittliches Einkommens verfügen.
  • Aus einem Interview mit Rolf Kerler, dem Bankenmitbegründer und Soziologen, geht hervor, dass er zudem von einem Zusammenhang der Entwicklung nachhaltiger Banken und der der Zivilgesellschaft ausgeht, da es sich um zivilgesellschaftliche Initiativen handelt und diese hauptsächlich von Mensch zu Mensch ablaufen. Dabei müssen externe Reglementierungen der Banken verstärkt aufgehoben werden. (siehe Dohmen, Caspar. Good Bank. Das Modell der GLS Bank. orangepress, Freiburg., S. 47f.)

[pin_image url=“https://www.konto.org/social-banking/nachhaltiges-banking/“ media=“https://www.konto.org/bilder/kundenanzahl.jpg“ description=“Wachsende Kundenanzahl ethischer Banken spricht für deren Erfolg.“]

Fazit

Jedwede Nachhaltigkeit, auch in Bezug auf Geldanlagen und Investitionen, hängt maßgeblich von der Entwicklung der Zivilgesellschaft und von dem von ihr ausgehenden Engagement ab. D. h. eine nachhaltige Entwicklung befriedigt die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation, gefährdet aber gleichzeitig keineswegs Bedürfnisse zukünftiger Generationen.

!Hypothese! Social Banking wird langfristig vermehrt in besser gestellten Bevölkerungsschichten Anhänger finden. Dafür sprechen verschiedene Gründe. Nachhaltige Bankprodukte können u. U. eine teure Investition darstellen bzw. setzen Liquidität voraus. Investitionen in erneuerbare Energien sind preisintensiv. Erwirtschaftete Zinsen können von Anlegern in soziale Projekte investiert werden. Und auch eine nachhaltige Lebensqualität ist eine (noch) exklusive und kostspielige Angelegenheit.

Nicht ohne Grund ist dem nachhaltigen Banking positiv entgegenzusehen. Vor allem in Betracht auf ökologische und soziale Problematiken kann Social Banking eine Lösung darstellen.

Aber auch die Social Banks werden verstärkt Bemühungen an den Tag legen müssen, Menschen zu akquirieren, die hinter dem Social Banking eine ernsthafte Lebenseinstellung verstehen und trotz geringeren Finanzvolumens nur auf Produkte aus dem Fair Trade setzen.

Die Entwicklung des Social Banking steht in engem Zusammenhang mit dem weiteren Umgang der Großbanken mit der Finanzkrise bzw. zukünftiger Misslagen. Bisher haben vor allem ethische Banken den entsprechenden Biss bewiesen, denn auch in Zeiten finanzieller Krisen konnten sie sich bisher bewähren.   

Weiterführende Quellen:

Zeitschrift:
Handelsblatt. Leitel, Kerstin: „Wie gut sind die „grünen Banken“?
Handelsblatt. Lienemann, Insa: „Die Geldverbesserer“
Öko-Test, S. 102. “Moral oder Masche”

Spiegel Online. „Ethische Banken. Die Krötenwanderung“
Wirtschaftswoche Nr. 9. Schönwitz, Daniel.“Pelze, kein Porno“

Bücher:
Dohmen, Caspar. Good Bank. Das Modell der GLS Bank. orangepress, Freiburg
Gottwald, Franz-Theo/ Spinkart, Karl Peter. „Fair Finance. Das Kapital der Zukunft.“ Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München

Internet:
https://www.bankinghub.de/wp-content/uploads/2013/11/zeb-Social-Banking-Study-2012.pdf


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