Was ändert sich im Jahr 2018?

2018
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Die umfassendsten Änderungen gibt es im Bereich der Pflegeversicherung. Denn mit dem Pflegestärkungsgesetz II kommen grundlegende Neuerungen bezüglich der Regelungen der Pflegebedürftigkeit betroffener Menschen. Das kommende Jahr bringt ebenfalls mehr Geld für Geringverdiener sowie mehr Zeit für die Abgabe der Steuererklärung.

Die nachfolgende Tabelle verschafft einen Überblick darüber, was sich ab 1. Januar 2018 in den Bereichen Steuern, Finanzen und Versicherung ändern wird.

Änderung bei Steuer, Finanzen, Versicherung und Co

Was ändert sich? Alt (2017) Neu (2018)
Altersvorsorge
Rentenbeitragssatz 18,7 Prozent 18,6 Prozent
Rürup-Rente
Rürup-Rente: Erhöhung Sonderausgabenabzug 84 Prozent 86 Prozent
Zu versteuernder Rentenanteil 74 Prozent 76 Prozent
Steuern
Verlängerung der Steuererklärungsfristen 31. Mai des Folgejahres (mit Steuerberater 31. Dezember des Folgejahres) 31. Juli des Folgejahres (mit Steuerberater 28/29. des übernächsten Jahres) ab 2019
Anhebung des Grundfreibetrages (Existenzminimum)
  • Alleinstehende: 8.820 Euro
  • Ehepaare/eingetr. Lebenspartner: 17.640 Euro
  • Alleinstehende: 9.000 Euro
  • Ehepaare/eingetr. Lebenspartner: 18.000 Euro
Erhöhung des Kinderfreibetrags 7.356 Euro 7.428 Euro
Versicherung
Garantiezins Lebensversicherung 0,90 Prozent 0,90 Prozent
Beitragssatz zur Krankenversicherung (allgemein) 14,60 Prozent 14,60 Prozent
Beitragssatz zur Krankenversicherung (ermäßigt) 14,00 Prozent 14,00 Prozent
Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung 1,01 Prozent (Quelle)
Anhebung Versicherungspflichtgrenze für Kranken- und Pflegeversicherung (pro Monat)* 4.800,00 Euro 4.950,00 Euro
Höhere Beitragsbemessungsgrenze Kranken- und Pflegeversicherung (pro Monat)* 4.350,00 Euro 4.425,00 Euro
Beitragssatz zur Pflegeversicherung 2,55 Prozent 2,55 Prozent
Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung für Kinderlose 0,25 Prozent 0,25 Prozent
Höhere Beitragsbemessungsgrenze Renten- und Arbeitslosenversicherung (pro Monat)*
  • West: 6.350 Euro
  • Ost: 5.700 Euro
  • Knappschaft West: 7.850 Euro
  • Knappschaft Ost: 7.000 Euro
  • West: 6.500 Euro
  • Ost: 5.800 Euro
  • Knappschaft West: 8.000 Euro
  • Knappschaft Ost: 7.150 Euro
Wohnen und Leben
Hartz-4 (Grundsicherung): Höherer Regelsatz
  • Alleinstehende: 409 Euro
  • Paare: 368 Euro
  • 0-6 Jahre: 237 Euro
  • 7-14 Jahre: 291 Euro
  • 15-18 Jahre: 311 Euro
  • Alleinstehende: 416 Euro
  • Paare: 374 Euro
  • 0-6 Jahre: 240 Euro
  • 7-14 Jahre: 296 Euro
  • 15-18 Jahre: 316 Euro
Anhebung Kindergeld
  • 1.+2. Kind: 192 Euro
  • 3. Kind: 198 Euro
  • jedes weitere Kind: 223 Euro
  • 1.+2. Kind: 194 Euro
  • 3. Kind: 200 Euro
  • jedes weitere Kind: 225 Euro
Änderung der EEG-Umlage 6,88 Cent/KWh 6,792 Cent/KWh
Gesetzlicher Mindestlohn 8,84 Euro/Stunde 8,84 Euro/Stunde
Mindestlohn in der Pflege
  • West + Berlin: 10,20 Euro
  • Ost: 9,50 Euro
  • West + Berlin: 10,55 Euro
  • Ost: 10,05 Euro
Auto und Verkehr
Kosten für Führerscheinprüfung 114,00 EUR (gerundet)
Kosten für TÜV 35-55 EUR je nach Bundesland
Strom als Angestellter auf Arbeit gratis tanken steuerfrei steuerfrei
Pflege
Pflegegeld nach § 37 SGB XI **
    • Pflegegrad 1: Anspruch halbj. Beratungsbesuch
    • Pflegegrad 2: 316 Euro
    • Pflegegrad 3: 545 Euro
    • Pflegegrad 4: 728 Euro
    • Pflegegrad 5: 901 Euro
    • Pflegestufe O (mit Demenz): 316 Euro
    • Pflegestufe I (mit Demenz): 545 Euro
    • Pflegestufe II (mit Demenz): 728 Euro
    • Pflegestufe III (mit Demenz): 901 Euro
    • Härtefall: 901 Euro
    • Pflegegrad 1: Anspruch halbj. Beratungsbesuch
    • Pflegegrad 2: 316 Euro
    • Pflegegrad 3: 545 Euro
    • Pflegegrad 4: 728 Euro
    • Pflegegrad 5: 901 Euro
    • Pflegestufe O (mit Demenz): 316 Euro
    • Pflegestufe I (mit Demenz): 545 Euro
    • Pflegestufe II (mit Demenz): 728 Euro
    • Pflegestufe III (mit Demenz): 901 Euro
    • Härtefall: 901 Euro
Pflegesachleistungen (Pflegedienst) nach § 36 SGB XI **
    • Pflegegrad 1: 125 Euro
    • Pflegegrad 2: 689 Euro
    • Pflegegrad 3: 1.298 Euro
    • Pflegegrad 4: 1.612 Euro
    • Pflegegrad 5: 1.995 Euro
    • Pflegestufe O (mit Demenz): 689 Euro
    • Pflegestufe I (mit Demenz): 1.298 Euro
    • Pflegestufe II (mit Demenz): 1.612 Euro
    • Pflegestufe III (mit Demenz): 1.612 Euro
    • Härtefall: 1.995 Euro

 

    • Pflegegrad 1: 125 Euro
    • Pflegegrad 2: 689 Euro
    • Pflegegrad 3: 1.298 Euro
    • Pflegegrad 4: 1.612 Euro
    • Pflegegrad 5: 1.995 Euro
    • Pflegestufe O (mit Demenz): 689 Euro
    • Pflegestufe I (mit Demenz): 1.298 Euro
    • Pflegestufe II (mit Demenz): 1.612 Euro
    • Pflegestufe III (mit Demenz): 1.612 Euro
    • Härtefall: 1.995 Euro
Leistungen vollstationäre Pflege nach § 43 SGB XI **
    • Pflegegrad 2: 770 Euro
    • Pflegegrad 3: 1.262 Euro
    • Pflegegrad 4: 1.775 Euro
    • Pflegegrad 5: 2.005 Euro
    • Pflegestufe O (mit Demenz): 770 Euro
    • Pflegestufe I (mit Demenz): 1.262
    • Pflegestufe II (mit Demenz): 1.775
    • Pflegestufe III (mit Demenz): 2.005
    • Härtefall: 2.005

 

  • Pflegegrad 2: 770 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.262 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.775 Euro
  • Pflegegrad 5: 2.005 Euro
  • Pflegestufe O (mit Demenz): 770 Euro
  • Pflegestufe I (mit Demenz): 1.262
  • Pflegestufe II (mit Demenz): 1.775
  • Pflegestufe III (mit Demenz): 2.005
  • Härtefall: 2.005
Finanzen
Haftungslimit bei Missbrauch der Bank-/Kreditkarte 150 Euro 50 Euro (ab 13. Januar 2018)

Pflegereform: Neue Regelungen der Pflegebedürftigkeit

Die Soziale Pflegeversicherung erhält eine neue Grundlage. Im Rahmen der Pflegereform 2016 – 2017 ist bereits im Januar 2016 das zweite Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung (Zweites Pflegestärkungsgesetz – PSG II) in Kraft getreten. Zum 1. Januar 2017 werden das neue Begutachtungsverfahren sowie neue Leistungsbeiträge eingeführt sowie die Pflegestufen auf Pflegegrade umgestellt. Aus drei Pflegestufen werden fünf Pflegegrade. Die Umstellung erfolgt automatisch und wird rund 2,7 Millionen Pflegebedürftige betreffen.

Modernisierung des Besteuerungsverfahrens

geschaeftsmann lehnt sich zurückZum 1. Januar 2017 tritt das Steuermodernisierungsgesetz in Kraft. Ab dem kommenden Steuerjahr wird die Frist zur Abgabe der Steuererklärung verlängert. Die Steuererklärung muss erst bis zum 31. Juli (bisher 31. Mai) des Folgejahres beim Finanzamt eingehen. Wer sich Hilfe bei Steuerberater oder dem Lohnsteuerverein holt, hat sogar bis 28./29. Februar des übernächsten Jahres Zeit.

Zudem soll die Datenübertragung und Kommunikation in Zukunft bevorzugt elektronisch vonstattengehen. Aus der Belegvorlagepflicht wird eine Belegvorhaltepflicht. Das bedeutet, dass zukünftig mit der Steuerklärung keine Belege mehr eingereicht werden müssen. Das Finanzamt kann diese bei Bedarf allerdings anfordern.

Weiterführende Informationen

* geplante Werte aus dem Referentenentwurf zur Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2017
** Deutsches Medizinsrechenzentrum, Pflegegeldtabelle 2016 – 2017

Neue Düsseldorfer Tabelle für Unterhalt

Die als Richtschnur für die Festsetzung von Unterhaltszahlungen durch die Gerichte dienende Düsseldorfer Tabelle weist zum 1. Januar 2018 neue Werte aus:

Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen Alter des Kindes in Jahren
0 bis 5 6 bis 11 12 bis 17 ab 18
bis 1.900 348 399 467 527
1.901 bis 2.300 EUR pro Monat 366 419 491 554
2.301 bis 2.700 EUR pro Monat 383 439 514 580
2.701 bis 3.100 EUR pro Monat 401 459 538 607
3.101 bis 3.500 EUR pro Monat 418 479 561 633
3.501 bis 3.900 EUR pro Monat 446 511 598 675
3.901 bis 4.300 EUR pro Monat 474 543 636 717
4.301 bis 4.700 EUR pro Monat 502 575 673 759
4.701 bis 5.100 EUR pro Monat 529 607 710 802
5.101 EUR bis 5.500 EUR pro Monat 557 639 748 844
ab 5.501 EUR pro Monat nach den Umständen des Falls
gültig ab 01.01.2018, der Selbstbehalt eines erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen beträgt 1.080 EUR pro Monat

Neuregelungen im Mutterschutzgesetz ab Januar 2018

  • Verlängerte Schutzfrist von Müttern mit Kindern mit Behinderungen = 12 Wochen von Geburt an
  • Kündigungsschutz für Mütter, die nach der 12. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erlitten
  • Arbeitgeber ist verpflichtet Weiterbeschäftigung der Schwangeren zu ermöglichen, wenn nötig durch Maßnahmen zur Umgestaltung des Arbeitsplatzes / Arbeitsplatzwechsel
  • Neue Regelungen greifen nun auch bei Frauen in betrieblicher Berufsausbildung, Praktikantinnen, Frauen mit einer Behinderung und Frauen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbstständigkeit als arbeitnehmerähnlich Personen anzusehen sind, jedoch ohne Anspruch auf finanzielle Leistungen sind
  • maximal 8,5 Stunden tägliche Arbeitszeit und 90 Stunden in einer Doppelwoche
  • bei Minderjährigen max. 8 Stunden pro Tag bzw. 80 Stunden in einer Doppelwoche
  • mit Einwilligung der Betroffenen und Bestätigung des Arztes
  • Arbeitsschutz: Schwangere dürfen nicht alleine arbeiten, im Notfall muss Hilfe erreichbar sein

Ziel der Neuregelung: Erzwungene Beschäftigungsverbote reduzieren, da oftmals gegen den Willen der Arbeitnehmerinnen bestimmter Berufstypen z.B. Ärztinnen und Laborantinnen Berufsverbote ausgesprochen wurden (durch den Arbeitgeber, der keine Risiken eingehen wollte und der Aufwand der Umgestaltung des Arbeitsplatzes zu kostenintensiv gewesen wäre).

Bildnachweis: © Franke-Media.net; © by Human – Thinkstock.de; © Jeremias Münch – Fotolia.com

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