Wenn am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist, greifen Millionen Deutsche auf den Dispokredit zurück. Doch die vermeintlich schnelle Finanzspritze kann richtig teuer werden. Die Unterschiede zwischen Sparkassen und den Volks- und Raiffeisenbanken sind gewaltig – und wer nicht aufpasst, zahlt Zinsen auf Wucher-Niveau.
Die aktuellen Zahlen der BaFin decken auf: Bei den Überziehungszinsen langen die deutschen Filialbanken noch immer kräftig zu. Für unsere Analyse haben wir über 850 Banken und mehr als 3.100 Kontomodelle durchleuchtet. Das Ergebnis ist ein spannender Zweikampf der Finanz-Giganten.
Der bundesweite Schnitt: Volksbanken leicht im Vorteil
Wer im Durchschnitt das günstigere Angebot sucht, wird eher bei den Genossenschaftsbanken fündig. Die Volks- und Raiffeisenbanken berechnen bundesweit durchschnittlich 11,41 % Dispozinsen. Die Sparkassen rufen im Schnitt spürbar mehr ab: Hier liegt der bundesweite Durchschnitt bei stolzen 11,61 %.
Doch der wahre Schockmoment offenbart sich erst, wenn man sich die extremen Ausreißer nach oben und unten ansieht.
Die Zins-Extreme: Von 3,89 % bis fast 16 %!
Zwischen der fairsten und der teuersten Bank liegen Welten – und viel bares Geld für die Bankkunden.
- Die absoluten Spar-Sieger: Wer bei der Volksbank Thüringen Mitte eG das „Konto Premium“ nutzt, zahlt läppische 3,89 % Dispozinsen – der absolute Bestwert in Deutschland! Bei den Sparkassen führt die Sparkasse Baden-Baden Gaggenau („GiroFDL“) mit sehr fairen 4,18 %.
- Die teuersten Ausreißer: Auf der anderen Seite der Skala wird es schmerzhaft. Die VR-Bank Landsberg-Ammersee eG („VR-Giro PLUS“) bittet ihre Kunden mit 15,51 % zur Kasse. Noch teurer wird es nur bei den Sparkassen: Die Sparkasse Kulmbach-Kronach („Giro Guthaben/Bürgerkonto“) schießt mit sagenhaften 15,78 % den Vogel ab.
Surftipp: Dispozinsen der VR-Banken
Surftipp: Dispozinsen der Sparkassen
Wo Sie wohnen, entscheidet mit über den Zins
Auch ein Blick auf die Bundesländer bringt Erstaunliches zutage. Wohnen Sie in Brandenburg? Glück gehabt! Hier sind die Genossenschaftsbanken mit einem Durchschnitt von 10,20 % bundesweit am günstigsten. Sparkassen-Kunden fahren hingegen in Sachsen-Anhalt (10,17 %) am besten.
Teuer wird das Leben auf Pump dagegen für Volksbank-Kunden im Saarland (12,16 % Ø-Zins). Bei den Sparkassen trifft es die Hauptstädter am härtesten: In Berlin liegt der Durchschnitt bei saftigen 13,11 %.
Fazit
Die Auswertung zeigt deutlich: Blindes Vertrauen in die Hausbank kostet Geld! Gerade beim Dispokredit verlangen einige Institute horrende Aufschläge, während andere mit absolut fairen Zinssätzen glänzen. Wer sein Konto häufiger überzieht, sollte diese Zinsfalle schleunigst verlassen.
Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Girokonto-Vergleich, checken Sie die Zinsen Ihrer Hausbank und wechseln Sie zu einem Anbieter, der Fairness nicht nur verspricht, sondern auch bei den Zinsen liefert!
Surftipp: Online Girokonten vergleichen und die besten Konditionen finden!
Unsere Top 5 Girokonten
Datenstand: 01.09.2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
Girokonto Aktiv
Top-Girokonto
Girokonto Aktiv
Smartkonto
Girokonto