Auslandsüberweisungen

Inhalt

Wer eine Auslandsüberweisung vornimmt, tätigt damit eine bargeldlose Zahlung vom Girokonto in Deutschland in Länder außerhalb Deutschlands. Allerdings gibt es für Verbraucher unterschiedliche Methoden, wie Geld ins Ausland transferiert werden kann. Und jede Methode ist zudem mit unterschiedlichen Kosten verbunden.

Grundsätzlich darf laut einer EU-Richtlinie eine Auslandsüberweisung, die ausschließlich innerhalb der Europäischen Union getätigt wird, nicht wesentlich teurer sein als eine Inlandsüberweisung. Genau hierfür gibt der Überweisende mit dem BIC/SWIFT (Bank Identifier Code, Swift Code) sowie der IBAN (International Bank Account Number) die entsprechende Empfängerbank an. Gleichfalls wird als Überweisungsverfahren die EU-Standardüberweisung genutzt.

Handelt es sich jedoch um Überweisungen von Deutschland in ein Land außerhalb der Europäischen Union (EU), dann greift die genannte EU-Richtlinie nicht mehr.

Überweisungen außerhalb Europas

Das gilt für Überweisungen in Länder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes. Dies wiederum hat für den Überweisenden zur Folge, das entsprechende bankabhängige Gebühren anfallen. Um eine Auslandsüberweisung innerhalb der EU auszuführen, haben Verbraucher unterschiedliche Möglichkeiten.

  • Wer sich für die BEN-Überweisung entscheidet, hat als Überweisender keine Kosten zu tragen. Vielmehr trägt der Empfänger der Zahlung die gesamten durch die Überweisung anfallenden Entgelte. Dies wiederum hat zur Folge, dass sowohl Entgelte von der Bank des Überweisenden als auch von zwischengeschalteten Banken vom Überweisungsbetrag abgezogen werden.
  • Auch für die weitere Möglichkeit der OUR-Überweisung müssen die gesamten durch die Überweisung anfallenden Entgelte getragen werden. In diesem Verfahren übernimmt allerdings der Überweisende diese Kosten.
  • Eine gerechte Kostenverteilung findet dagegen bei der SHARE-Überweisung statt. Denn für diesen Fall teilen sich Überweisender und Empfänger alle bei der Überweisung anfallenden Kosten. Das bedeutet, dass dem Überweisenden all diejenigen Kosten auferlegt werden, die durch sein Kreditinstitut anfallen. Der Empfänger der Zahlung trägt alle weiteren Kosten. Auch hier kann es somit vorkommen, dass durch eine eventuelle Zwischenschaltung eines weiteren Kreditinstituts weitere Kosten anfallen, die auch wieder vom Überweisungsbetrag abgezogen werden. Da insbesondere bei SHARE-Überweisungen die jeweils anfallenden eigenen Bankkosten getragen werden, hat die Bank in diesem Falle keine Möglichkeit, eine Fremdspesenpauschale zu berechnen. Diese ist hingegen bei allen anderen Überweisungsverfahren üblich.

Kosten für Auslandsüberweisungen im Vergleich

Transferanbieter im Vergleich

Anbieter/Konditionen Azimo TransferWise Western Union
Anzahl Sendeländer 20+ Sendeländer (Großbritannien, Euroländer) Länder der Eurozone + 16 weitere Länder (weltweit) 150+
Anzahl Empfängerländer 190+ 30+ 200+
Anzahl möglicher Währungen 80+ 30+ 160+
Sicherheit FCA britische Finanzbehörde FCA britische Finanzbehörde
HTTPS-Verschlüsselung
Zulassung durch britische Datenschutzbehörde
Aufsicht der irischen Zentralbank (Central Bank of Ireland)
HTTPS-Verschlüsselung
Registrierung Emailadresse + Passwort
über Facebook- oder Google-Account
Emailadresse + Passwort
über Google-, Facebook- oder E-Mail-Account
Emailadresse + Passwort
Medien Webportal, App Webportal, App Webportal, App
Dauer der Geldsendung gewöhnlich 1 Werktag 1 – 4 Werktage gewöhnlich 1 – 2 Werktage (allg. wenige Minuten – 7 Werktage)
Transfer-Möglichkeiten SWIFT-Zahlung
Banküberweisung, Handyaufladung
Bargeldabholung
SWIFT-Zahlung
Banküberweisung
Banküberweisung, Handyaufladung
Bargeldabholung
Gebühren pro Auslandsüberweisung (in % vom Gesamtbetrag) Die genaue Gebühr hängt von dem Empfängerland und der Auszahlungsmethode ab. 0,5 % bis zu 2,00 % ab 0,00 % – die genaue Gebühr hängt von dem Empfängerland und der Auszahlungsmethode ab.
Wechselkurs teils höhere Wechselgebühren als Banken Wechselkurs entspricht aktuellem Devisenmarkt teils höhere Wechselgebühren als Banken
Weitere Gebühren Gebühr für SWIFT-Zahlung Transaktionsgebühren
Einzahlungsmöglichkeit Girokonto Azimo-User
SOFORTÜBERWEISUNG
Debit- und Kreditkarte
Banküberweisung
Girokonto TransferWise-User
Debit- und Kreditkarten, Banküberweisung, Apple Pay
Debit- und Kreditkarten (Maestro, Visa, MasterCard), Banküberweisung, SOFORT-Banking
Anmeldegebühren kostenfrei kostenfrei kostenfrei
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Bankkunden, die mit den Konditionen für Auslandsüberweisungen bei Ihrer Hausbank unzufrieden sind, sollten sich nach alternativen Lösungen umschauen. Wir verwiesen bereits auf PayPal. Ein Anbieter, der für derartige Transaktionen geeignet ist. Seit 2014 jedoch etablieren sich zwei britische Unternehmen auch auf dem deutschen Markt. Dabei handelt es sich um sogenannte Transferanbieter für Auslandsüberweisungen. Über den Transferanbieter kann man vom eigenen Girokonto auf unterschiedlichen Wegen Beträge auf das Konto des Anbieters überweisen. Diese transferieren das Geld i. d. R. zu niedrigeren Gebühren und einem besseren Wechselkurs als die Banken an den Empfänger im Ausland in der entsprechenden Fremdwährung. Beide Anbieter arbeiten dabei mit unterschiedlichen Vorgehensweisen.

TransferWise

TransferWise erreichte im Gesamtvergleich die beste Punktzahl und geht damit als derzeit günstigster Transferanbieter von Auslandsüberweisungen auf dem deutschen Markt hervor. Auf einen ersten Blick kann das Ergebnis verwundern, scheint TransferWise nicht immer die günstigsten Kosten aufzuweisen. TransferWise ist aber unschlagbar hinsichtlich seines Wechselkurses. Denn der ist für den Überweisenden mehr als fair. Das begründet sich vor allem aus dem Aspekt, dass die Geldbeträge bei TransferWise Währungsgrenzen eigentlich nicht überschreiten. Das Konzept ist so simpel wie genial. In Fom eines Peer-to-Peer-Systems werden Beträge nur getauscht. Möchte Kunde A aus A in Währung B nach B überweisen, sucht TransferWise einen Kunden aus dem Währungsraum B, der just in diesem Moment die Währung A nach A überweisen möchte und tauscht beide Beträge gegeneinander. Dabei liegen die Wechselkursgebühren fast bei 0, was der User am Ende positiv zu spüren bekommt.

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Azimo

Logo von AzimoAzimo wirbt auf seiner Website mit Ersparnissen von bis zu 80 Prozent oder mehr im Vergleich zu herkömmlichen Banken. Die Fallbeispiele und Testungen zeigen im Folgenden, dass wir dieser Aussage nicht zustimmen können. Azimo ist zwar unschlagbar, was die Gebühren für eine Auslandsüberweisung betrifft, die zum Teil bei 1,00 Euro liegen. Diese günstigen Gebühren sind aber bei einer kompletten Kostenaufstellung schnell hinfällig, weil Azimo sie mit einem wirklich für den Überweisenden teuren bzw. ungünstigen Wechselkurs kompensiert. Unsere letzte Testung zeigt schließlich: Ignoriert man den Wechselkurs schafft es Azimo stets auf den 1. Platz und liegt dann vor seinem Mitkonkurrenten TransferWise sowie den drei führenden Banken. Diese Betrachtung wurde bisher kaum aus dieser Perspektive vorgenommen. Dementsprechend rät unsere Fachdirektion bei regelmäßigen Überweisungen, die in unterschiedliche außereuropäische Staaten gehen, Azimo bei einem Vergleich durchaus im Blick zu behalten. Je nach Überweisungsvorlage (SWIFT-Zahlung, Banküberweisung etc.) können sich Gebühren reduzieren und Azimo kann der bessere Anbieter für Ihre Auslandsüberweisung sein.

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Sparen Sie bis zu 15 € bei Auslandsüberweisungen. Auch für SWIFT Überweisungen! Angebot steht nur Erstkunden zur Verfügung. Bei Kreditkartenzahlungen und Überweisungen von EUR- und GBP-Beträgen in dieselbe Währung können zusätzliche Gebühren anfallen. Nicht gültig für das Aufladen des Guthabens von Mobiltelefonen. Mit Ausnahme von Bargeldabhebungen eines EUR-Betrags in EUR, für die bei Beträgen bis zu € 250 eine Gebühr von jeweils € 5 bzw. bei höheren Beträgen eine Gebühr von jeweils 2 % des überwiesenen Betrags berechnet werden, beträgt die Gebühr maximal £ 15/€ 15. Die angezeigten Wechselkurse beinhalten eine zusätzliche Marge, die in den von uns angebotenen Kurs integriert wurde.

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Western Union

Western Union LogoWestern Union (WU) ist der führende Anbieter von weltweitem Geldtransfer. Als Globalplayer bietet Western Union einen flächendeckenden Service in über 200 Ländern und Hoheitsgebieten. Bei den Sende- und Empfangsländern gibt es somit kaum Einschränkungen. Nach kostenloser Registrierung kann es bereits losgehen. Neben der Auslandsüberweisung von Bankkonto zu Bankkonto bietet WU auch die Möglichkeit, bei dringendem Finanzbedarf Geld in Minutenschnelle ins Ausland zu transferieren und somit im Notfall finanzielle Liquidität wiederherzustellen. Per Sofort-Überweisung und Kreditkarte kann der Empfänger das Geld kurz nach dem Versenden in einer Vertriebsfiliale in seiner Nähe abholen.

Die Reichweite und die schnelle Geldübertragung sind zwei wesentliche Vorteile, durch die sich die vergleichsweise hohen Gebühren relativieren dürften. Im Übrigen lassen sich diese bei der Wahl von Einzahlungs- und Auszahlungsvariante etwas eingrenzen. Im Jahr 2015 wurden rund um den Globus mehr als 262 Millionen Transaktionen zwischen Privatpersonen durchgeführt und 82 Milliarden US-Dollar transferiert. Seit März 2016 kann über WU im Übrigen auch Geld nach Kuba geschickt werden.

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Zusätzliche Gebühren bei fehlenden Angaben!

Zusätzliche Gebühren fallen an, wenn der Überweisende keine Angaben zur BIC oder IBAN macht. Für diesen Fall ist es der ausführenden Bank gestattet, weitere Gebühren in Form einer so genannten Repair-Gebühr zu verlangen. EU-Standardüberweisungen können in den genannten Verfahrensarten bis zu einer maximalen Höhe von 50.000 Euro durchgeführt werden. Diesen Höchstbetrag übersteigende Auslandsüberweisungen können dann nicht mehr über eine EU-Standardüberweisung abgewickelt werden. Hierfür gelten dann auch andere Regeln, die wiederum mit höheren Kosten für den Überweisenden verbunden sind.

Zusätzlich ist bei allen Auslandsüberweisungen zu beachten, dass Zahlungen, die den Betrag in Höhe von 12.500 Euro übersteigen, durch den Überweisenden durch ein von der Bank ausgegebenes Zusatzformular bei der Bundesbank für Außenwirtschaftsstatistik zu melden sind.

Interessenten erhalten weitere Informationen über Entgelte für Auslandsüberweisungen in unserem übersichtlichen Girokonto-Vergleich.

Überweisung ins Ausland per PayPal-Konto

Zudem kann eine Überweisung nur mit zwei internationalen Kontonummern ausgeführt werden. Der Überweisende benötigt somit auch die IBAN des Empfängers. Werden hingegen Überweisungen in Nicht-EU-Staaten durchgeführt, werden die hierfür anfallenden Kosten vielfach von der zu überweisenden Summe abhängig gemacht. Dafür können Banken im Gegenzug weltweit Zahlungen ausführen. Betroffene, die mit dem Ausfüllen von Auslandsüberweisungen nicht so vertraut sind und sich zudem auch noch Währungsunterschieden ausgesetzt sehen, können auch auf das PayPal-System umsteigen. Auch hier kann ein Zahlprozess über Grenzen hinweg erfolgen. PayPal ermöglicht es Kunden, mit nur wenigen Klicks online ihre Bezahlungen vorzunehmen. Bei Währungen in Nicht-Euro-Ländern wird der zu überweisende Betrag innerhalb des PayPal-Kontos übersichtlich und nach aktuellem Kurs umgerechnet. Anschließend wird der betrag in Landeswährung abgebucht. Für die Abbuchung werden weder SWIFT noch IBAN benötigt.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Schnelligkeit des Zahlungstransfers. Gerade bei Internetbestellungen verkürzt sich dadurch der Zeitraum zwischen Bestellung und Lieferung. PayPal-Käufer haben zudem keinerlei Gebühren zu bezahlen, wie sie sonst bei Auslandsüberweisungen anfallen. Der Käufer selbst kann innerhalb des PayPal-Kontos immer mit seiner eigenen Währung rechnen und wird auch entsprechend in dieser Landessprache über den erfolgten Zahlvorgang informiert. Somit kommt es auch nicht zu Sprachbarrieren, die vielfach zwischen den beteiligten Personen zu Problemen führen können. Händler und Käufer haben auf diese Weise die Möglichkeit einfach und genial im Ausland zu kaufen bzw. zu verkaufen. Zwischenzeitlich ist PayPal in weit über 190 Ländern verfügbar und kann in 18 unterschiedlichen Währungsarten empfangen werden.

Ein weiterer Vorteil von PayPal liegt darin, dass Kunden weltweit die Möglichkeit geboten wird, mit allen gängigen Zahlmethoden ihres jeweiligen Landes zu bezahlen. Denn jedes landestypische Verfahren ist direkt in PayPal integriert.

SEPA – die standardisierte Auslandsüberweisung

EU-Standardüberweisungen

EU-Standardüberweisungen sollen den zunehmenden Zahlungsverkehr im Binnenmarkt beschleunigen und vereinfachen. Um eine EU-Standardüberweisung durchzuführen, benötigt sowohl der Auftraggeber (Überweisender) als auch der Zahlungsempfänger ein Konto in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR). Interessenten erhalten das EU-Standardüberweisungsformular entweder direkt bei ihrer Bank oder über das Internet. Alle Geldbeträge, die überwiesen werden, müssen auf Euro lauten.

  • IBAN stellt dabei die internationale Kontonummer dar, BIC die internationale Bankleitzahl.
  • Die BIC wird ebenfalls auch als „SWIFT-Code“ bezeichnet. Überweisende, die weder die IBAN noch die BIC nennen und auch noch einem Betrag überweisen, der nicht auf Euro lautet (so genannte Sonderüberweisungen), müssen mit entsprechend höheren Gebühren (5-10 Euro) rechnen.

Bei Auslandsüberweisungen gibt es unterschiedliche Regelungen hinsichtlich der Gebührenaufteilung zwischen Überweisendem und Empfänger. Gleichfalls zu beachten sind entsprechend die Laufzeiten, die je nach Art kürzer oder länger ausfallen können. Mit SEPA (Single Euro Payments Area) werden Auslandsüberweisungen in rund 31 Länder standardisiert durchgeführt. Mit diesem vorteilhaften System haben Kunden die Möglichkeit, sowohl Überweisungen als auch Lastschriften und sogar Maestro-Kartenzahlungen (ehemals EC-Kartenzahlungen) vorzunehmen. Innerhalb der teilnehmenden SEPA-Länder sind nicht nur die 27 EU-Staaten vertreten, sondern auch Island, Norwegen und Liechtenstein als Saaten des Europäischen Wirtschaftsraumes sowie die Schweiz. Derzeit gibt es 34 Teilnehmerstaaten. (Stand 29. Mai 2015)

SEPA-Überweisung

Der Vorteil der SEPA-Überweisung liegt in den geltenden einheitlichen Regelungen. So wird das Konto des Zahlungsempfängers einzig durch IBAN und BIC identifiziert. Jede zu tätigende Überweisung wird zudem in voller Höhe des angegebenen Betrages durchgeführt. Sowohl der Überweisende als auch der Zahlungsempfänger tragen jeweils all diejenigen Kosten, die bei ihrer eigenen Bank anfallen. Mit der SEPA-Überweisung kommen die betroffenen Parteien auch in den Genuss kürzerer Laufzeiten, denn eine SEPA-Überweisung darf maximal drei Bankarbeitstage benötigen, bis diese auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben werden muss. Lediglich die Meldegrenze in Höhe von 12.500 Euro bei der Bundesbank für Außenwirtschaftsstatistik wird wie bei allen anderen Verfahren üblich auch hier beibehalten.

SEPA-Lastschriftverfahren

Neben der SEPA-Überweisung findet auch das SEPA-Lastschriftverfahren statt. Auch hierfür gelten europaweite einheitliche Regelungen. Dadurch wird der übliche Aufwand aller beteiligten Bankinstitute in erheblichem Maße verringert. Weitere Vorteile ergeben sich dadurch, dass SEPA-Lastschriften in einheitlicher Weise Gültigkeit besitzen. Zudem wird jeder Lastschrift ein entsprechendes Fälligkeitsdatum vorgegeben. Sowohl die einziehende Bank als auch die Bank des Zahlungsempfängers erhält ein Mandat in Form einer Ermächtigung. Mit dieser wird dem Kreditinstitut der Einzug des angegebenen Betrages erteilt. Wird allerdings innerhalb einer Frist von 18 Monaten keine erneute Lastschrift mehr erteilt, erlischt das Mandat und muss bei bedarf entsprechend neu beantragt werden.

Wie beim Einzugsverfahren werden auch bei der SEPA-Lastschrift sowohl IBAN als auch BIC zur eindeutigen Identifizierung des Empfängerkontos eingesetzt. Da durch dieses Verfahren der Einreicher einer Lastschrift eindeutig identifiziert wird, kann einem Lastschriftenmissbrauch, wie er in der Vergangenheit immer öfters vorkam, entscheidend eingeschränkt werden. Zudem hat der Aussteller der Lastschrift eine Widerspruchsfrist, die maximal 8 Wochen beträgt. Die SEPA-Kartenzahlung hingegen ermöglicht den Kunden, mit ihrer Maestro-Karte entweder bargeldlos zu bezahlen oder aber innerhalb der genannten 31 Staaten auch Bargeld abzuheben – allerdings nur innerhalb Europas. Das Bezahlen oder Abheben kann mit mehr als 350 Millionen Maestro- oder Bankkarten, die sich zwischenzeitlich europaweit im Umlauf befinden, problemlos erreicht werden.

Das standardisierte SEPA-Verfahren sorgt dafür, dass alle Inlands- als auch EU-Überweisungen innerhalb von drei Werktagen ausgeführt werden. Kann diese Frist nicht sichergestellt werden, können bei der jeweiligen Bank entsprechende Schadensersatzansprüche anfallen. Bei einer SEPA-Überweisung dürfen zudem die anfallenden Kosten nicht höher sein als dies bei einer standardisierten Inlands-Überweisung der Fall ist. Inlandsüberweisungen mit SEPA sind zudem in den meisten Fällen gebühren- und kostenfrei. Auch eine SEPA-Überweisung darf den Maximalbetrag von 50.000 Euro nicht überschreiten, als Währung ist der Euro einzutragen. Kunden haben zudem die Möglichkeit, ihre SEPA-Überweisungen sowohl beleghaft als auch online auszuführen. Für die beleghafte Ausführung ist ein entsprechender Vordruck nötig. Dieser ist fast identisch mit einem Inlandsüberweisungs-Vordruck. Allerdings erfolgt die Nutzung ausschließlich durch die einheitliche europäische Kontonummer (sog. IBAN).

Noch keine standardisierten Auslandsüberweisungen

Sowohl die IBAN als auch den BIC-Code finden Kunden auf ihren Kontoauszügen. Lediglich bei SEPA-Überweisungen, die außerhalb der EU getätigt werden, findet noch keine Standardisierung statt. In diesen Fällen sind die anfallenden Kosten abhängig vom jeweiligen Bankinstitut bzw. vom Betrag, der überweisen wird. I. d. R. berechnen deutsche Institute Gebühren in Höhe von 8 und 15 Euro. Weitere Gebühren werden entsprechend auch bei der Empfängerbank im Ausland erhoben. Eine entsprechende Entgeltregelung der Banken findet sich direkt auf dem Formular der Auslandsüberweisung. Grundsätzlich müssen Kunden bei einer Auslandsüberweisung ins EU-/EWR-Ausland (Europäische Union/Europäischer Wirtschaftsraum) mit einer Frist von 5 Tagen rechnen. Zahlvorgänge ins nichteuropäische Ausland sind an keine Fristen gebunden. Allerdings kann auch hier mit einer Verbuchungsfrist von 5 bis 7 Arbeitstagen gerechnet werden.

Die meisten Banken machen bei Auslandstransaktionen wegen der Schadensersatzpflicht keine verbindlichen Aussagen zu den entsprechenden Ausführungsterminen. Bei einem Verschulden durch den Kunden entfällt dieser sowieso grundsätzlich.

Wege, Überweisungen zurückzurufen

Immer wieder kann es passieren, dass einem Kontoinhaber beim Ausfüllen seines Überweisungsformulars ein Zahlendreher passiert. Bislang kannten die Banken kein Pardon, vielmehr musste der Kontoinhaber für seinen eigenen Fehler dann auch haften. Schuld an diesem Dilemma ist eine EU-Richtlinie zum Zahlungsverkehr, auf Grund derer auch die AGB der Banken und Sparkassen geändert wurden. Nun müssen Bankkunden bei all ihren Bankgeschäften noch umsichtiger sein. Doch auch für den Fall, dass ein Fehler unterläuft, ist nicht in allen Fällen das Geld gleich verloren. Zwar war die EU-Richtlinie dafür angedacht, Bankgeschäfte in allen EU-Mitgliedsstaaten deutlich zu vereinfachen. Gleichfalls sollte die Einheitlichkeit unter den Banken angestrebt werden. Doch all dies ging ein her mit einem steigenden Risiko für die Verbraucher. Denn nicht in allen Fällen lassen sich Überweisungen auch wieder zurückholen. Vielmehr gilt es, einige Dinge zu beachten.

Auf Grund der Neuregelung sind die Banken angehalten, sich nur noch ausschließlich an der Kundenorientierung zu orientieren. In der Vergangenheit mussten die Banken sowohl den Namen des Empfängers als auch dessen Kontonummer auf dem Überweisungsformular abgleichen. Auf Grund der neuen EU-Verordnung hat die Bank nunmehr keine Möglichkeit dazu. Jetzt kann es schnell passieren, dass der Bankkunde zwar den Empfänger namentlich richtig benannt hat, im Umkehrschluss sich aber bei der Eingabe der Kontonummer vertan hat. Die Folge: In den meisten Fällen hat der Bankkunde jetzt keine rechtlichen Möglichkeiten mehr, seine Überweisung zurückzurufen. Nachzulesen ist die neue Verordnung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken und Sparkassen.

Das Fatale liegt insbesondere daran, dass auf europäischer Ebene die IBAN angegeben werden muss. Hierbei handelt es sich um eine zweistellige Prüfziffer, die grundsätzlich erforderlich ist, um eine Überweisung durchzuführen. Auf Grund dieser Prüfziffer werden Fehlüberweisungen weitgehend verhindert. Innerhalb Deutschlands reicht hingegen die Kontonummer in Verbindung mit der Bankleitzahl aus, um eine Kundenkennung durchzuführen. Doch gerade ein Zahlendreher innerhalb der Kontonummer hat zur Folge, dass eben diese Kundenkennung nunmehr den falschen Empfänger zum richtigen Empfänger erklärt. Hat eine Bank also eine Überweisung auf der Basis der Kundenkennung durchgeführt, besteht keinerlei Möglichkeit mehr, den Betrag auf der Überweisung zurückzubuchen. Dies liegt einfach darin, dass für transferierende Bank nicht ersichtlich ist, wer der eigentliche Kontoinhaber bei der Empfängerbank ist.

Die einzige Möglichkeit für den Überweisenden wäre, dies selbst herauszubekommen und sich an die Empfängerbank zu wenden. Doch es gibt auch noch eine andere Möglichkeit, eine Fehler behaftete Überweisung zu stoppen. Wer nämlich bemerkt, dass sein Geld auf ein falsches Konto geflossen sein könnte, sollte umgehend seine Bank aufsuchen. Die Überweisung zu stoppen besteht nämlich ausschließlich für den Fall, dass der zu überweisende Betrag noch bei der Hausbank gutgeschrieben ist. Hat der zu überweisende Betrag diese Hausbank hingegen bereits verlassen, wird es weitaus schwieriger. Denn sobald das Geld einmal auf dem Konto der Empfängerbank eintrifft, hat die Bank keinerlei Möglichkeit mehr, auf dieses zuzugreifen und zurückzuholen. Der Kunde hat zudem auch keine Möglichkeit, eine Rückerstattung von seiner Bank zu fordern.

Trotz der neuen EU-Verordnung helfen die meisten Banken ihren Kunden jedoch, das Geld wieder zurückzuholen. Der Grund liegt einfach an der Strafbarkeit des unberechtigten Empfängers, denn der falsche Empfänger des Überweisungsbetrages hat sich dadurch ungerechtfertigt bereichert (§ 812 BGB, Herausgabeanspruch). Von daher ist er rechtlich angehalten, den Betrag auch wieder herauszugeben. Auch wenn dem Kunden Hilfe durch seine Bank zugesagt wird, sollte sich dieser dennoch vor Auftragerteilung erkundigen, welche Kosten und Gebühren die Bank für den Rückholungsauftrag berechnet. Wurde auf dem Überweisungsträger ein ein- oder zweistelliger Überweisungsbetrag eingetragen, lohnt sich eine Rückholung nur in den seltensten Fällen. Denn die meisten Banken berechnen hierfür gebühren, die in einem Bereich zwischen 10 und 25 Euro liegen.

Kunden sind bei künftigen Überweisungen daher angehalten, sich ausreichend Zeit zu nehmen. Einigen kundenfreundlichen Banken fallen Unregelmäßigkeiten zwischen Kontonummer und Empfänger bereits vor der Verbuchung auf. Dennoch: Achten Sie ganz genau, was Sie eintragen. Prüfen Sie das Ganze vor Einreichen bei Ihrer Bank noch einmal nach. Erst wenn Sie ganz sicher sind, dass sowohl der Zahlungsempfänger als auch die Kontonummer übereinstimmen, geben Sie den Auftrag an Ihre Bank weiter. Sind Sie unsicher, halten Sie Rücksprache bei Ihrer Bank. Sie wird einen Fehler sofort feststellen und Ihnen die entsprechende Hilfestellung bieten.


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Fragen & Antworten

Sie haben Fragen zu diesem Produkt? Hier haben Sie die Möglichkeit eigene Fragen zustellen, welche dann durch unser fachkundiges Redaktionsteam beantwortet werden.

  1. Martin fragte am #

    Wir haben für eine SEPA-Überweisung von unserem deutschen auf unser spanisches Konto von der Empfängerbank in Spanien Gebühren berechnet bekommen. Ist das rechtens? Da es sich um einen Hauskauf handelte, war der Betrag und somit die Gebühr recht hoch.

    1
    • Antwort der Redaktion vom 27.05.2014 um 11:53: #

      Generell gibt es für länderübergreifende Überweisungen zwei Wege. Zum einen die von Ihnen gewählte Variante der SEPA-Überweisung, die i. d. R. gebührenfrei ist, als auch einen zweiten Weg in Form einer Auslandsüberweisung. Mit der SEPA-Überweisung entfallennicht nur hohe Gebühren, sondern Zahlungen über das heimische Konto können nun vielmehr auch in einem größeren Radius abgewickelt werden. Mögliche Empfängerländer sind alle Staaten der Europäischen Union, die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sowie die Schweiz und Monaco. Nun kommt es aber auch auch auf Ihre Bank an. Manche Geldinstitute (oder vielleicht auch die spanische Bank) nehmen SEPA-Überweisungen nur bis zu einem Mindestbetrag gebührenfrei entgegen. Vielleicht ist tatsächlich der spanischen Bank ein Fehler unterlaufen und Ihre SEPA-Überweisung wurde fälschlicherweise als Auslandsüberweisung entgegen genommen. Um diesem Sachverhalt auf den Grund zu gehen, sollten Sie zum einen einen Blick in das Preis-, Leistungsverzeichnis Ihrer Bank werfen und des Weiteren mit der spanischen Empfängerbank in Kontakt treten.

      2
  2. Schuchardt fragte am #

    was kostet eine Überweisung von 100,00 € von einem Konto der Sparkasse in Deutschland zur Bank Imperial Canada of Commerz? (Kanada)

    3
    • Antwort der Redaktion vom 10.10.2014 um 14:32: #

      Das hängt ganz von Ihrer Sparkasse ab und welches Verfahren Sie bei Auslandsüberweisungen einsetzt. Eine wirklich zielführende Antwort auf Ihre Frage kann hier nur ihre kontoführende Sparkasse geben.

      4
  3. Sierleja, Bernd fragte am #

    Ich verkaufe und liefere eine Ware nach Frankreich, die vom Käufer mit einer Überweisung bezahlt wird. Kann der Käufer seine Überweisung zurückrufen?

    5
    • Antwort der Redaktion vom 25.11.2015 um 10:08: #

      Hallo Bernd,
      generell können Überweisungen zurückgerufen werden bis zu einem bestimmten Zeitpunkt.
      Beispielsweise, wenn Ihre Ware an den Käufer fehlerhaft oder gar nicht verschickt wurde. Dann kann der Käufer bei der Bank die Überweisung zurückfordern. Sie müssen sich dann direkt mit dem Käufer in Verbindung setzen. Vielleicht bieten Sie eine weitere Zahlart an um sich den Bestellungsprozess zu vereinfachen?

      6
  4. edle fragte am #

    wie kann ein höherer Geldbetrag aus Afrika nach deutschland überwiesen werden?

    7
    • Antwort der Redaktion vom 21.03.2016 um 08:48: #

      Hallo,

      Sie können erstmal klassisch per Bank überweisen. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Service von Transferanbietern wie TransferWise oder Azimo zu nutzen.

      8
  5. Lutz Richter fragte am #

    Ich möchte ein Überweisung nach Frankreich tätigen;habe dafür diee Iban des Empfängers.Der IBAN-Rechner bestätigt die Richtigkeit von BIC Und IBAN;trotzdem lehnt meine Deutsche Bank den Transfer ab und verlangt 27 Stellen für die frz. IBAN bei der Tasteneingabe;das Einlesen des Zahlscheines
    vom Rechner ist ohne Angabe von Gründen ebenso erfolgreich.Woher soll ich die felenden Ziffern ergänzen?

    9
    • Antwort der Redaktion vom 04.04.2016 um 08:51: #

      Hallo,

      eine französische IBAN besteht aus 27 Stellen. Aus der Ferne fällt es schwer, den entsprechenden Fehler ausfindig zu machen.

      10
  6. C.J fragte am #

    Hallo und guten Abend,

    ich möchte Geld nach Paris schicken. Wenn aber die Person in Paris mich betrügen will, wie kann ich dann mein Geld zurück holen?
    Gibt es einen sicheren Weg Geld ins Ausland zu schicken um, wenn es sich als ein Betrug ergibt, das Geld wieder zurück holen?
    Danke
    C.J

    11
    • Antwort der Redaktion vom 07.07.2016 um 12:11: #

      Eine Möglichkeit wäre PayPal, ansonsten empfehlen wir generell, Überweisungen nur an vertrauenswürdige Personen auszuführen.

      12
  7. C.J fragte am #

    Hallo und guten Tag,
    ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Antwort.
    Jetzt bin ich erleichtert und habe nun das Wissen. Danach werde ich gehen.
    Noch mal GRO?EN DANK
    C. J.

    13
  8. Hanna Hussenöder fragte am #

    Wie kann ich mehr als € 50.000 ins Europäische Ausland überweisen?

    14
    • Antwort der Redaktion vom 22.07.2016 um 12:01: #

      Für SEPA-Überweisungen gibt es grundsätzlich kein Überweisungslimit mehr. Bedenken Sie jedoch, dass Ihre Bank für Online-Überweisungen in der Regel eine Begrenzung gesetzt hat. Auch das Tageslimit sollte mit der Bank abgeklärt werden. Generell dürfte ein kurzes Telefonat mit Ihrer Bank diese Unklarheiten beseitigen.

      Da es sich um eine grenzüberschreitende SEPA-Zahlung von über 12.500 Euro handelt, müssen Sie diese der Deutschen Bundesbank melden. Die notwendigen Informationen finden Sie auf der Seite der Bundesbank.

      15
  9. Christina fragte am #

    Guten Tag!
    Ein kniffelige Frage habe ich an Sie:
    Auf was ist bei einem Rechtsgeschäft mit Kaufvertrag (Verkäufer: Unternehmen mit Sitz und Bank in Antigua. Käufer: Unternehmen mit Sitz und Bank in China)sowie einem sehr hohen Geldbetrag (>1 Mio.) zu achten?
    Betrugssicherste Transaktionsart?
    Gibt es eine unwiderrufliche Transaktionsart?
    Kann trotz Kaufvertrag eine Rücküberweisung veranlasst werden?
    Dankeschön für Ihre Antwort.

    Mfg
    Christina

    16
    • Antwort der Redaktion vom 29.07.2016 um 15:11: #

      Konto.org ist ein Fach- und Vergleichsportal für Privatkunden. Zu Ihrem speziellen Anliegen können wir Ihnen leider keine direkte Auskunft geben. Eine Möglichkeit wäre, einen internationalen Treuhänder zu beauftragen, der die saubere Abwicklung der Zahlung übernimmt. Ein- und Auszahlungen laufen dann über ein Treuhandkonto. Denken Sie auch an die Meldepflicht der Zahlung!

      17
  10. Hilke fragte am #

    Wie verhindert man bei einem hochpreisigem Verkauf von Gütern innerhalb zweier EU Länder, dass das überwiesene Geld nach Herausgabe der Ware wieder zurückgerufen wird? Wie lange ist ein Rückruf der Überweisung überhaupt möglich?

    18
    • Antwort der Redaktion vom 24.11.2016 um 13:05: #

      Ein Rückruf der SEPA-Überweisung ist bis zu 10 Bankarbeitstage möglich.

      19

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