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Neues Design für unsere Geldscheine: Die EZB startet die Bürgerabstimmung über den neuen Euro

Kristin Halle Aktualisiert: 26.08.2026 3 Min. Lesezeit
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Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Einführung des Euro-Bargelds steht unsere Gemeinschaftswährung vor ihrer ersten grundlegenden optischen Neugestaltung. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat aus über 1.200 Einreichungen zehn Finalentwürfe ausgewählt und lädt alle EU-Bürgerinnen und -Bürger ein, online über das künftige Aussehen unseres Bargelds abzustimmen.


Abstimmung gestartet: Wann und wo wir mitentscheiden können

  • Abstimmungszeitraum: Ab sofort bis zum 21. September 2026.
  • Wo abstimmen? Direkt online auf der offiziellen Website der Europäischen Zentralbank (EZB Euro-Design Proposals).
  • Wer entscheidet am Ende? Der EZB-Rat wertet die Ergebnisse der Bürgerbefragung zusammen mit technischen Analysen und Jury-Bewertungen aus und trifft voraussichtlich Ende 2026 die finale Entscheidung über das Siegerdesign.

Zwei Hauptthemen im Finale: Was auf den Scheinen zu sehen ist

Die zehn Entwürfe verteilen sich auf zwei vom EZB-Rat festgelegte Themenbereiche. Je nach Nennwert stehen bereits konkrete Motive fest:

Euro-Schein Thema 1: „Europäische Kultur“ Thema 2: „Flüsse und Vögel“
5 Euro (Grau) Person: Maria Callas (Griechische Opernsängerin) Vogel: Mauerläufer
  Rückseite: Sängerfeste & darstellende Kunst Bauwerk: EU-Parlament (Straßburg/Brüssel)
10 Euro (Rot) Person: Ludwig van Beethoven (Deutscher Komponist) Vogel: Eisvogel
  Rückseite: Straßenkunst, Konzert- & Musikszene Bauwerk: EU-Kommission (Brüssel)
20 Euro (Blau) Person: Marie Curie (Physikerin & Chemikerin, Nobelpreisträgerin) Vogel: Bienenfresser
  Rückseite: Wissenschafts- & Forschungsorte, Bibliotheken Bauwerk: EZB-Doppelturm (Frankfurt am Main)
50 Euro (Orange) Person: Miguel de Cervantes (Autor von Don Quijote) Vogel: Weißstorch
  Rückseite: Literatur & Theaterräume Bauwerk: Gerichtshof der EU (Luxemburg)
100 Euro (Grün) Person: Leonardo da Vinci (Maler & Universalgelehrter) Vogel: Säbelschnäbler
  Rückseite: Museen, Skulpturen & Ausstellungsräume Bauwerk: Europäischer Rat (Brüssel)
200 Euro (Gelb) Person: Bertha von Suttner (Schriftstellerin & Friedensforscherin) Vogel: Basstölpel
  Rückseite: Begrünte Stadtparks & öffentliche Plätze Bauwerk: Europäischer Rechnungshof (Luxemburg)

Die drei Serien im Vergleich: Was ändert sich?

Merkmal 1. Serie (2002) 2. Serie („Europa“, 2013-2019) 3. Neue Serie (ab ca. 2028)
Motto / Thema „Zeitalter und Stile“ „Zeitalter und Stile“ + Mythos Europa „Europäische Kultur“ ODER „Flüsse & Vögel“
Vorderseite Fiktive Fenster & Portale Überarbeitete Portale + Hologramm Konkrete Porträts, Kulturräume oder Vögel
Rückseite Fiktive Brücken & Europakarte Verfeinerte Brücken & erweiterte Karte Flusslandschaften, EU-Institutionen & Kulturorte
Fokus Neutrale Bauwerke (fiktiv) Erhöhte Fälschungssicherheit Greifbare, reale Symbole europäischer Identität

Warum erhält der Euro ein neues Design?

  1. Höhere Fälschungssicherheit: Integration modernster Sicherheitsmerkmale gegen neue Fälschungstechnologien.
  2. Mehr Barrierefreiheit: Ausgeprägtere haptische Merkmale am Rand und kontrastreichere Farben erleichtern Sehbehinderten das Erkennen im Alltag.
  3. Mehr Nachhaltigkeit: Umweltschonendere Druckverfahren und langlebigere Materialien reduzieren den ökologischen Fußabdruck.
  4. Echte europäische Identität: Statt abstrakter, fiktiver Bauwerke stehen künftig reale Persönlichkeiten, Kulturwelten und Naturmotive im Mittelpunkt.

Zeitplan: Wann landen die neuen Scheine im Portemonnaie?

  • Bis 21. September 2026: Öffentliche Online-Abstimmung aller EU-Bürger.
  • Ende 2026: Der EZB-Rat beschließt das endgültige Siegerdesign.
  • 2027 – 2028: Technisches Feindesign, Druck von Nullserien und Anpassung aller Geldautomaten sowie Zahlungsterminals.
  • Voraussichtlich ab 2028 / 2029: Erste schrittweise Ausgabe der neuen Banknoten. (Wichtig für Verbraucher: Die bisherigen Euro-Scheine behalten weiterhin ihre Gültigkeit und werden erst nach und nach von den Banken aus dem Verkehr gezogen).

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Projektleiterin

Kristin Halle

Kristin Halle ist bei uns als Fachautorin und Projektmanagerin auf die Bereiche Finanzen und Wirtschaft spezialisiert. Nach ihrem BWL-Studium mit Schwerpunkt Controlling in Leipzig begann sie ihre Laufbahn bei Franke-Media zunächst als Junior Analystin. Heute leitet sie unsere Portale Kreditkarte.net, Konto.org und Kostenloses-konto.net. In dieser redaktionellen Funktion verantwortet sie die Qualitätssicherung der Finanzvergleiche, die Weiterentwicklung unserer objektiven Testverfahren und die Publikation fundierter Ratgeberinhalte. Zudem gibt sie ihre Fachexpertise als IHK-geprüfte Ausbilderin an unsere redaktionellen Nachwuchskräfte weiter.