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Wirecard Skandal – das müssen Boon Kunden wissen

Kristin Halle Aktualisiert: 29.09.2020 2 Min. Lesezeit
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Seit Ende vergangener Woche befindet sich die Wirecard-Aktie im freien Fall. Kein Wunder, dass Kunden des Unternehmens in Sorge sind. Das gilt insbesondere für Verbraucher, die bei Boon (boon.PLANET) ein mobiles Girokonto besitzen. Denn Boon wird von der Wirecard Bank AG betrieben. Daraus ergeben sich viele Fragen: Was ist mit den Guthaben? Sind die Kundengelder sicher?

1,9 Milliarden Euro verschwunden

Doch von Anfang an: Ursache für die rapide Abwärtsspirale – Moody´s hat Wirecard auf Ramsch-Niveau abgestuft – ist ein Bilanzskandal rund um den Zahlungsdienstleister. 1,9 Milliarden Euro, die in der Jahresbilanz als Aktivposten ausgewiesen sind und angeblich auf philippinischen Treuhandkonten liegen, sind plötzlich verschwunden. Darunter leidet nicht nur die Bonität des DAX-Konzerns, sondern auch das Vertrauen der Kunden.

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© adobe by Finanzfoto

Das hat Boon relativ früh erkannt und die Nutzer per E-Mail informiert. Dabei wird explizit auf die Einlagensicherung hingewiesen. Zum einen gelte die gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro je Kunde. Verantwortlich hierfür zeichnet der Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken. „Zusätzlich ist die Wirecard Bank AG Mitglied im Einlagensicherungsfonds der privaten Banken.“ Das heißt konkret: Die Sicherungsgrenze, bis zu der die Kundengelder geschützt sind, beträgt mindestens 750.000 Euro – gemäß dem haftenden Eigenkapital des Konzerns.

Ruhig bleiben

Kunden von Boon sollten sich daher nicht verunsichern lassen, sondern besonnen bleiben. Es stehen zwar viele Fragezeichen im Raum und es ist ungewiss, wie Wirecard die Krise meistert. Doch das Sicherungssystem aus gesetzlicher und freiwilliger Einlagensicherung bietet selbst bei einem Aus von Boon einen sehr guten Schutz. Das mobile Girokonto jetzt umgehend zu kündigen, wäre daher übereilt. Stattdessen ist es sinnvoller, die Entwicklung in aller Ruhe zu beobachten und dann gegebenenfalls zu reagieren. Sofern höhere Beträge auf dem Girokonto sind (durchaus verständlich angesichts der lukrativen Guthabenverzinsung von 0,75% Zinsen bis 10.000 Euro p.a. bei Boon) kann man darüber nachdenken, es auf ein anderes Konto umzuschichten – um ganz auf Nummer sicher zu gehen.

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Projektleiterin

Kristin Halle

Kristin Halle hat sich auf die Bereiche Finanzen und Wirtschaft spezialisiert. Nach dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife an einem beruflichen Gymnasium mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt schloss sie 2016 ihr Bachelor-Studium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Controlling in Leipzig ab. Zudem verfügt sie über die Ausbildereignung (IHK) und ist bei uns als Ausbilderin für Nachwuchskräfte tätig. Ihre berufliche Laufbahn bei Franke-Media.net begann sie zunächst als Junior Analystin. Mittlerweile leitet sie bei uns als Projektmanagerin die Portale Kreditkarte.net, Konto.org und Kostenloses-konto.net. In dieser Funktion verantwortet sie die kontinuierliche Qualitätssicherung und Aktualität der vorgestellten Finanzprodukte. Sie arbeitet stetig an der Weiterentwicklung unserer Vergleiche, Testverfahren und Ratgeberinhalte. Darüber hinaus wirkt sie aktiv an Affiliate-Marketing-Kooperationen und der Betreuung unserer Partnernetzwerke mit.