Voice ID – Sprachauthentifizierung

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© gettyimages by metamorworks

Mal eben das Smartphone mit dem Fingerabdruck oder Gesichtsscan entsperren? Das ist heute kein Problem mehr. Jedoch muss der Nutzer für diese Art von Verifikation tatsächlich vor Ort sein. Um auch den Kundenservice aus der Ferne einfacher zu gestalten und die Convenience der Nutzer zu erhöhen wurde die Voice ID konzipiert.

Was ist Voice ID?

Unter Voice ID versteht man die Identifizierung mit der eigenen Stimme. Das heißt der Nutzer kann sich anhand seiner Stimme indem er spricht in seinem Account anmelden/ authentifizieren z.B. beim Online Banking.

Wie funktioniert die Voice ID?

Bei der Voice ID geht es nicht nur um die Stimme an sich, sondern um ein ganzes Stimmenprofil, welches sich aus über 100 verhaltensbasierten und physiologischen Merkmalen wie Klang, Aussprache und Geschwindigkeit zusammensetzt. Aufgrund dieser vielen individuellen Eigenschaften ist unser Stimmenabdruck so einmalig.

Um einen Stimmenabdruck aufzunehmen muss der Kunde zunächst einen Satz mehrmals wiederholen. Hierbei wird ein digitales Muster der Stimme, der Stimmenabdruck erstellt. Zum Teil gibt es auch schon Softwarelösungen, die im Verlauf eines Gespräches den Stimmenabdruck erstellen können, unabhängig vom gesprochenen Inhalt.

Welche Vorteile bietet die Sprachauthentifizierung?

Im Gegensatz zum Iris Scan oder Fingerabdruck, kann die Identifikation mittels Voice ID auch aus der Ferne erfolgen z.B. zur Verifikation für Hotlines.

Das heißt, dass Kunden anstatt nach Kundennummern, Passwörtern oder PINs zu suchen, sich schnell und einfach mit ihrer Stimme authentifizieren können. Damit wäre den 65 Prozent der Kunden geholfen, die momentan den Authentifizierungs-Vorgang als frustrierend ansehen.

Auch bei einer Erkältung und selbst bei Zwillingen soll die Stimme eindeutig identifiziert werden können!

Welche Risiken sehen wir? – Kann Voice ID gefälscht werden?

Fragt sich nur noch, wie sicher bzw. wie fälschungsanfällig ist so eine Sprachauthentifizierung? Experten, wie Graham Cluley, empfehlen insbesondere beim Banking die Stimmerkennung nur in Verbindung mit einem weiteren Verfahren, wie bei Authada, einzusetzen.

Ein weiteres Risiko der Stimmerkennung besteht darin, dass die Stimme aufgrund von Hintergrundgeräuschen nicht erkannt werden kann.

Surftipp: Ratgeber Zwei-Faktor-Authentifizierung

Welche Anbieter gibt es national und international?

Anbieter mit Spracherkennung
national international
Authada aus Darmstadt VACU (Virginia Credit Union)
Telekom ANZ (Neuseeland)
Alexa Lloyds Bank (England)
Apple (zukünftig) Halifax (England)
  Barclays (England)
  AT&T und Comcast
  Citibank
Quelle: Bankstil, CCW

Vorreiter auf dem englischen Markt war Barclays mit der Einführung der Voice ID im August 2016. Mittlerweile sind auch Banken wie Halifax und Lloyds Bank nachgezogen.

Alexa ist mittlerweile im Stande bis zu zehn verschiedene Nutzer in einem Haushalt anhand ihrer Stimme zu erkennen und zu unterscheiden.

Bei der Citibank lassen sich mittlerweile über 75 Prozent der Kunden per Sprache authentifizieren.

Als einziges deutsches Unternehmen hat Authada aus Darmstadt seine stimmbasierte Authentifizierung unter „Authada Voice“ patentieren lassen. Hier erfolgt die Spracherkennung mittels Inhärenz.

Bei der Telekom wurde auch eine Sprach-ID eingeführt. Die Kunden authentifizieren sich, indem sie den Satz „Bei der Telekom ist meine Stimme mein Passwort“ sagen. Zukünftig werden auch in Deutschland immer mehr Spracherkennungs-Verfahren getestet und eingeführt.

Geschichte der Spracherkennung

In den 1960er-Jahren wurde durch den schwedischen Akustikwissenschaftler Gunnar Fant der Grundstein für die Sprachauthentifizierung gelegt. Die Arbeiten basierten unter anderem auf der Untersuchung von Individuen mit Röntgenstrahlen, wobei die Probanden bestimmte Töne erzeugten. Dr. Perkell baute in den 70er-Jahren auf diesen Erkenntnissen auf und untersuchte dabei die Bewegungen von Zunge und Kiefer. So konnten die ersten Prototypensystem für die Sprachauthentifizierung von Texas Instruments bereitgestellt werden und wurden erstmals im Jahr 1996 von der United States Air Force verwendet.

Weiterführende Quellen / Linksammlung


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