Wie kann man Geld vom Girokonto abheben?

Wer im Besitz eines Girokontos ist, kann auf vielfache Weise Geld am Geldautomaten abheben. So lässt sich zum Beispiel mit der VISA Direkt-Card weltweit Geld vom Girokonto abheben. Zudem können Inhaber der Kreditkarte an allen VISA Geldautomaten in allen Euro-Ländern kostenlos Bargeld ziehen. Die komplette Gebührenfreiheit genießen Kunden sogar an Geldautomaten von Fremdbanken. Interessenten finden nähere Informationen unter „VISA Geldautomatensuche“. Lediglich bei Bargeldabhebungen in Nicht-Euroländern fällt eine Gebühr an. Für Bargeldverfügungen, die mit der VISA-Kreditkarte durchgeführt werden, gilt ein Limit von 600 Euro. Handelt es sich um ausländische Währung, dann gilt hier ebenfalls der entsprechende Gegenwert.

Eine Alternative zum weltweiten Geldabheben findet sich auch mit der Maestro-Karte (ehemals EC-Karte). So bietet zum Beispiel die ING-DiBa Bargeldabhebungen an weit über 1.000 Automaten an. Interessenten, die in ihrer Umgebung nach einem geeigneten Geldautomaten suchen, finden entsprechende Informationen unter Geldautomatesuche. Bei der Maestro-Karte fallen Gebühren sowohl bei Fremdbanken als auch bei Bargeldabhebungen im Ausland an.

Verbraucher haben zudem die Möglichkeit, auch größere Bargeldbeträge ganz einfach vom Girokonto abzuheben. Gegen Vorlage eines gültigen Personalausweises bzw. eines Reisepasses können sich Verbraucher in allen Filialen der ReiseBank kostenfrei Bargeldbeträge in Höhe von 1.000 und 25.000 Euro auszahlen lassen. Das Abheben größerer Beträge sollte drei Tage zuvor telefonisch angemeldet werden. Über die Cash Group, an die die Berliner Bank, die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Dresdner Bank, die Hypo Vereinsbank sowie die Postbank angeschlossen ist, lassen sich mit der Maestro-Karte an über 8.000 Geldautomaten in Deutschland Bargeldziehungen vornehmen. Allerdings ist hier das Limit für Bargeldverfügungen auf 1.000 Euro pro Tag bzw. 2.000 Euro pro Woche begrenzt.

Auf Grund von Modernisierungsaufwendungen und dem Wegfall der klassischen Auszahlungsschalter können Verbraucher auch an allen Commerzbank-Filialen über Bargeld verfügen. Nötig sind hierzu lediglich die Maestro-Karte und ein gültiger Personalausweis. Auch hier sollten größere Bargeldabhebungen einige Tage vorher telefonisch angemeldet werden.

Bargeldabhebungen sind aber auch in jedem Ausland möglich. Dieser Punkt ist daher für all diejenigen wichtig, die sich beruflich oder im Urlaub häufig auf Auslandsreisen befinden. In der Regel werden allerdings die Kunden mit hohen Gebühren belastet, die auf Auslandsabhebungen fällig werden. Allerdings gibt es auch einige Banken, bei denen man kostenlos Bargeld abheben kann – und das weltweit. Hierzu gehört zum Beispiel die DKB (Deutsche Kredit-Bank). Der Kunde erhält in diesem Fall neben einem kostenlosen Girokonto auch noch eine VISA-Kreditkarte. Auch für diese fällt keine Jahresgebühr an. Der weitere Vorteil liegt in den niedrigen Sollzinsen, die für den Dispokredit anfallen. Auch innerhalb Deutschlands kann der Kunde kostenfrei Geld abheben – und das bei freier Automatenwahl.

Eine Alternative zur DKV bietet auch das Giroangebot der comdirect Bank. Auch hier fallen für die Kreditkarte keinerlei Gebühren an. Zudem lässt sich weltweit im Ausland kostenlos Bargeld ziehen. Innerhalb Deutschlands bietet die Cashgroup wieder eine kostenfreie Automatennutzung an. Ein weiterer Anbieter, der es möglich macht, kostenlos Bargeld im Aisland abzuheben, bietet die netbank. Kunden erhalten bei diesem Anbieter allerdings nur eine MasterCard. Für diese Karte fällt dann ab dem zweiten Jahr eine Kartengebühr an. Vorteilhaft sind die hohen Guthabenzinsen auf dem Girokonto.

Kurzfristig Rechnungen begleichen – auch wenn das Konto leer ist

Immer wieder kann es einmal vorkommen, dass Zahlungen geleistet werden müssen, auch wenn ein Zahlungsengpass auf dem Girokonto vorliegt. Für solche kurzfristigen Maßnahmen ist es dann sinnvoll, Geld vom Kreditkartenkonto auf das eigene Girokonto zu überweisen. Insbesondere bei säumigen Kunden können auch Freiberufler und Selbständige mit ihrem Businesskonto kurzzeitig einen solchen Liquiditätsengpass stopfen. Eine Alternative wäre auch hier die Nutzung der Kreditkarte, um von dieser Geld auf das Geschäftskonto zu transferieren. Allerdings ist mit einer Standard-Kreditkarte eine direkte Überweisung nicht möglich. Stattdessen benötigt man ein so genanntes Moneybookers.com-Konto. Dieses ist nahezu identisch wie das bekannte PayPal-System. Von daher kann man praktisch mit beiden Systemen Geld vom Girokonto auf das Onlinekonto einzahlen. PayPal erlaubt allerdings nur Einzahlungen per Banküberweisung, und eben diese erfolgen mit großer Zeitverzögerung. Kunden müssen hier schon drei bis fünf Tage einrechnen. Dafür macht sich eine Abbuchung über PayPal bereits am nächsten Werktag auf dem Bildschirm sichtbar.

Nicht so bei Moneybookers.com. Wer Geld von seiner MasterCard Kreditkarte auf sein Moneybookers-Konto einzahlt und im Anschluss daran eine Abbuchung auf sein Konto macht, kann sicher sein, dass er sein Geld innerhalb von 24 Stunden auf seinem Konto hat. Dabei erfolgt die Überweisung per Kreditkarte zwar in Echtzeit, die Überweisung von Moneybookers auf das Konto hingegen dauert ein bis zwei Tage. Das Ganze ist allerdings nicht kostenlos. Vielmehr fallen zum einen Gebühren für die Einzahlung von der Kreditkarte auf das Moneybookers-Konto an, zum anderen müssen Kunden mit Gebühren bei der Überweisung vom Moneybookers-Konto auf das Girokonto rechnen. In der Regel belaufen sich die Gebühren aber auf humane ein bis 3,5 Prozent. In jedem Falle aber günstiger als eine Bargeldabhebung mit der Kreditkarte an einem fremden Bankautomaten.

Damit funktioniert der Weg über das Onlinekonto nicht nur schnell und mit minimalen Gebührensätzen, es hilft Betroffenen, kurzfristig ihr Konto aufzustocken. Um an diesem Verfahren teilzunehmen, muss der Kunde erst einmal ein Moneybookers.com-Konto einrichten. Geldeinzahlungen erfolgen dann mittels Kreditkarte. Danach kann nicht nur vom Bankkonto, sondern auch von der Kreditkarte sowie per Sofortüberweisung oder Giropay eingezahlt werden. Für Einzahlungen von der Kreditkarte wird eine Gebühr in Höhe von 1,9 Prozent erhoben. Bei der klassischen Kreditkarte haben Kunden 30 Tage Zeit, den Betrag zurückzuzahlen, Inhaber einer Barclaycard hingegen 60 Tage! Auf diese Weise kommen auch Selbständige und Freiberufler schnell und sicher an einen entsprechenden Verfügungsrahmen. Die Rückzahlung des überwiesenen Geldes ist nicht nur zinsfrei, sondern auch in Raten möglich. Natürlich kann auch die gesamte Summe sofort beglichen werden.

Wer eine Überweisung von der Kreditkarte zu Moneybookers vornimmt, hat sein Geld in wenigen Sekunden auf seinem Bankkonto. Für das Abheben selbst fällt eine Gebühr in Höhe von 1,80 Euro an. Die Überweisung dauert zwischen 24 Stunden und maximal zwei Tagen. Insbesondere bei MasterCard wird Sicherheit groß geschrieben. Hierfür wurde ein MasterCard SecureCode eingeführt, so dass der User sowohl bei der Überweisung als auch bei der Einzahlung einen weiteren Sicherheitsschritt durchführen muss.


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