Gebühren und Kosten einer Girokontoeröffnung

Ob ein Girokonto günstig ist, hängt von vielerlei Faktoren ab. Einige Banken machen ein gebührenfreies Girokonto von der Höhe des monatlichen Geldeingangs, vom durchschnittlichen Kontostand oder von der Anzahl der Buchungen abhängig. Wer daher einen Kontowechsel ins Auge fasst, sollte auch immer einen entsprechenden Girokonto-Vergleich anstreben. Nicht selten finden sich durch einen entsprechenden Wechsel Einsparungen im drei- bis vierstelligen Bereich. Bei einigen Banken spart der Bankkunde, der mit seinem Girokonto regelmäßig mit einem Betrag von 2.000 Euro ins Minus rutscht, bis zu 10 Prozent an Überziehungszinsen. Immerhin bedeutet dies alleine schon eine Einsparung von rund 200 Euro. Bedenkt man dann noch, dass auch viele Kunden noch den Überziehungsrahmen sprengen, dann werden schnell einmal 19,25 Prozent an Sollzinsen fällig.

Im Umkehrschluss müssen dann auch diejenigen Kunden genannt werden, die ihr Konto meist mit einem hohen Guthaben führen. Je nach Bank streichen diese Kunden Guthabenzinsen von teilweise weit über 1,60 Prozent ein. Andererseits führen sie ein gebührenfreies Girokonto und zahlen auch für ihre Kreditkarte nur einen kleinen Jahresbeitrag von höchstens 20 Euro. Da wird bei mancher Tochterbank das Ganze schnell einmal um 150 Euro jährlich teurer. Denn vielfach verlangen die Kreditinstitute Gebühren für die Nutzung eines Girokontos, die sich im Wesentlichen in den Kontoführungsgebühren und den Gebühren für die sonstigen Leistungen unterscheiden. Gravierende Unterschiede ergeben sich dabei zwischen den Angeboten der Filialbanken und denen der Direktbanken.

Sieht ein Angebot entsprechend Kontoführungsgebühren vor, dann werden diese von den Kreditinstituten in der Regel monatlich oder quartalsweise erhoben. Zum Zeitpunkt des Leistungsanfalls (Fälligkeit) werden diese Gebühren dann sofort mit dem vorliegenden Kontostand verrechnet. Die Spanne bei dieser Gebühr ist äußerst groß und reicht von der absoluten dauerhaften Gebührenfreiheit –je nach Art und Verwendungszweck des Girokontos – bis zu Kontoführungsgebühren, die teilweise schon im zweistelligen Bereich liegen. Viele Kreditinstitute machen die Höhe der Kontoführungsgebühren auch von der Höhe der monatlich auf dem Girokonto eingehenden Zahlungen abhängig. Nur wenn hier eine vorab festgelegte Summe erreicht wird. Entfällt diese Kontogebühr gänzlich. Eine teilweise Befreiung von den Kontoführungsgebühren ist dann vorgesehen, wenn der Kunde auf dem Girokonto dauerhaft ein vorab bestimmtes Guthaben hinterlegt.

Auf derartige Machtspielchen der Banken sollten sich Verbraucher nicht einlassen. Ebenso sollte der umgangssprachliche Ausdruck des „kostenlosen Girokontos“ nicht immer so ernst gesehen werden. Denn vielfach beschränkt sich dieser begriff lediglich auf die Kontoführungsgebühren. Im Gegenzug wird dann aber wieder für besondere Leistungen wie Dispozinsen oder Kreditkartengebühren das Doppelte an üblichen Gebühren fällig. Kostenlos oder gebührenfrei sieht nun einmal anders aus. Wechselwillige sollten sich daher stets Gedanken darüber machen, auf welche Weise sie ihr Konto nutzen wollen. In einem anschließend durchgeführten Girokontovergleich können dann die entsprechenden Angebote der jeweiligen Banken im Hinblick auf die tatsächlich anfallenden Kosten und Gebühren miteinander verglichen werden.

Kunden, die ihr Girokonto ausschließlich auf durchschnittliche Weise nutzen, sollten daher Wert auf ein gebührenfreies Girokonto legen. Denn ein Girokonto mit monatlichen Gebühren rechnet sich in einem solchen Fall wirklich nicht. Noch größere Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Bankinstituten bei den anfallenden nutzungsabhängigen Leistungen. Einige Banken verlangen exorbitante Gebühren für Überweisungen oder für das Einrichten von Daueraufträgen. Je nach Art der Auftragsübermittlung bestimmen sich bei den Kreditinstituten entsprechend die Kosten, so dass Auftragsübermittlungen via Online-Banking oder über das Bankterminal fast immer kostengünstiger ausfallen als die Durchführung einer Überweisung am Schalter einer Bankfiliale.

Gerade für Geschäftsreisende oder auch Rentner und Studenten entscheidet sich die Wahl der richtigen Bank auch im Hinblick auf die anfallenden Kosten bei Bargeldabhebungen am Geldautomaten – sei es im In- oder im Ausland. Auch hier bestehen äußerst große Unterschiede zwischen den einzelnen Kreditinstituten. Dabei gibt es durchaus (Direkt-)Banken, die ihren Kunden eine tatsächlich kostenlose Bargeldabhebung anbieten – und das sogar weltweit. Führend in der Branche ist hier die DKB-Bank. Unter die Kostenpflicht fallen insbesondere bei Filialbanken auch die Rücklastschriften sowie die Zusendung von Kontoauszügen. Gleiches gilt für die Nutzung eines eingeräumten Dispositionskredits. Auch hier sind die Unterschiede bei den entsprechenden Sollzinsen enorm. Daher können nur Verbraucher, die sich bereits vor ihrer Kontoeröffnung Gedanken über die Nutzung ihres Girokontos machen, ein entsprechend individuelles und günstiges Angebot für sich selber ausmachen.

Die entgeltpflichtigen Leistungen bei den Girokonten haben sich insbesondere durch den Markteintritt der zahlreichen Direktbanken innerhalb der letzten Jahre deutlich verändert, in einigen Fällen ist die Gebührenstruktur einige Banken drastisch nach oben gestiegen. Immer mehr Kreditinstitute gehen zwischenzeitlich dazu über, ihren Kunden kostenlose Girokonten bzw. Gebührenmodelle mit einer pauschalierten Abrechnung anzubieten. Doch selbst die pauschalierten Angebote kommen vielfach auf jährliche Kosten von ca. 50 Euro – ein Betrag, der vielfach durch einen Bankenwechsel gespart werden kann. Oftmals lohnt es sich sogar, einfach nur beim Berater seiner Hausbank vorzusprechen, um in den Genuss eines deutlich besseren Angebots zu kommen. Wer einfach in einen günstigeren Tarif umsteigt, hat zudem den Vorteil, dass er keine neue Kontonummer erhält.

Auch wenn heutzutage keine Bank mehr etwas zu verschenken hat, sollten Verbraucher dennoch nach Anbietern Ausschau halten, die folgende Leistungen kostenfrei anbieten:

  • das Girokonto selbst ohne Mindestgeldeingang,
  • die erste Scheckkarte,
  • das Tätigen einer Überweisung im Inland,
  • das Einrichten eines Dauerauftrags,
  • Bargeldabhebungen an bestimmten Automaten
  • Kontoauszüge am Schalter oder im Online-Postfach

Girokontobesitzer, die bereits im Vorfeld wissen, dass sie ihr Girokonto häufiger überziehen, sollten bereits vor Kontoeröffnung mit ihrem Kreditinstitut abklären, welche Gebühren und Zinsen hierfür monatlich anfallen. Dispokredite gibt es bei einigen Banken bereits für 6,5 Prozent, andere wiederum verlangen zwischen 10 und 19 Prozent. Wer sicher gehen will, macht einen Dispokredit-Vergleich. Auch all diejenigen, die häufig Bargeldabhebungen am Automaten vornehmen müssen, sollten sich über die entsprechenden Gebühren erkundigen. Einige Banken bieten diesen Bargeldservice völlig kostenlos an, andere wiederum haben sich zu einem Verbund (bspw. CashPool) zusammengeschlossen, um ihren Kunden auf diese Weise einen gebührenfreien Service anzubieten. Kunden, die sich häufig auf Auslandsreisen befinden, sollten auch hier Sorge dafür tragen, dass sie auch weltweit diesen gebührenfreien Bargeldservice nutzen können.

Zudem kann es auch einmal vorkommen, dass eine Kreditkarte verloren geht oder gestohlen wird. Dann ist diese sofort zu sperren. Doch bei vielen Instituten ist ein Ersatz der Kreditkarte nicht immer völlig kostenlos. Einige Institute verlangen für eine neue Karte 10 Euro. Wer diese monatlichen Fixgebühren sparen möchte, der sollte einen Bankenwechsel ins Auge fassen. Hier bieten zwischenzeitlich die meisten Direktbanken zusätzliche Komfortleistungen, die sich nicht nur in einer kostenlosen Kreditkarte niederschlagen, sondern auch in attraktiven Zinsen auf dem Tagesgeldkonto. Vielfach wird das kostenlose Girokonto auch gleich mit einem gebührenfreien Depot verbunden. Zum Vergleich bietet die DKB (Deutsche Kreditbank) ihren Kunden ein Girokonto inklusive VISA-Karte an, mit der sich an allen Geldautomaten weltweit kostenlos Bargeld ziehen lässt. Ein Girokontovergleich lohnt hier allemal.


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