P-Konto – pfändungssichere Geldanlage

Das Pfändungsschutzkonto, auch P-Konto genannt, ist eine Form des Girokontos, bei welchem der Kunde eine besondere Vereinbarung mit seiner Bank trifft bzgl. des gesetzlich näher bestimmten Pfändungsschutzes. Der Kunde kann, wenn nötig, verlangen, dass sein bestehendes Girokonto in ein P-Konto umgewandelt wird.

Es gilt aber: Pro Person darf nur ein P-Konto geführt werden. Dies muss vom Kunden abgesichert werden. In diesem Fall ist die betreuende Bank berechtigt, eine Prüfung des Sachverhalts bei der SCHUFA Holding AG überprüfen zu lassen.

Alle wichtigen Infos zum Pfändungsschutzkonto

Seit dem Jahr 2010 hat mit Beschluss des Bundesrats jeder Bundesbürger Anrecht darauf, eines seiner Girokonten als P-Konto zu führen. Die Banken und Sparkassen sind gesetzlich dazu verpflichtet, das Konto innerhalb von vier Tagen entsprechend umzuwandeln.

Die Art des Einkommens ist unerheblich

Eingehende Zahlungen sind dann bis zu Höhe des Grundfreibetrags automatisch vor der Pfändung geschützt. Die Art des Einkommens ist seit der neuen Reform unerheblich. Neben dem Gehalt können die Einnahmen bestehen aus:

  • Einkommen aus selbstständiger Arbeit
  • Rente
  • Sozialleistungen
  • Geldgeschenke dritter Personen

Nach der neuen Regelung gehört das verfügbare Kapital bis zum Erreichen der Pfändungsfreigrenze Ihnen, unabhängig des Ursprungs. Die Höhe des Pfändungsschutzes richtet sich nach Ihrer persönlichen Lage, z. B. nach Ihren Unterhaltsverpflichtungen, und ist problemlos auf die ihnen zustehende Höhe festlegbar.

Folgende Faktoren bestimmern die die Höhe des Freibetrages:

  • Bezug von Kindergeld
  • Unterhaltsverpflichtungen
  • Entgegennahme von Geldleistungen nach dem SGB II
  • Einmalige Geldleistungen (Körper- oder Gesundheitsschaden)

Führen Sie Ihr Konto als P-Konto, tritt auch die früher bestehende 14-tägige Kontosperre nach Eingang des Pfändungs- und Überweisungsbescheides nicht mehr in Kraft. Während dieser Zeit konnten Sie auf Ihr Konto nicht zugreifen. Mit einem Pfändungsschutzkonto entfällt diese Sperre und Sie behalten auch nach Eingang des Bescheides den vollen Zugriff auf Ihr Konto.


Unbürokratisch geschützt sind alle Geldeingänge bis zum Grundfreibetrag. Diesen Freibetrag legt der Gesetzgeber in regelmäßigen Abständen neu fest. Er soll der Sicherung Ihres Lebensunterhaltes dienen und vorbeugen, dass Sie unter das Existenzminimum fallen.

Weitere Beträge können auf Nachweis freigegeben werden. Ein gesonderter Antrag beim Amtsgericht bzw. bei der vollstreckenden Behörde ist nur noch in Ausnahmefällen notwendig, etwa wenn der Pfändungsfreibetrag aufgrund besonderer Härten nicht ausreicht, um Ihren Lebensunterhalt zu decken.

Ein P-Konto einrichten

Die Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos erfolgt bei der Bank, bei der Sie auch ihr Girokonto führen. Einige Banken halten einen entsprechenden Antrag bereit. Sie können diesen Antrag aber auch formlos selbst stellen.


Wichtige Information: Der Bankkunde hat einen Rechtsanspruch auf ein P-Konto gemäß § 850k VII ZPO.

Pro Person darf dabei nur ein P-Konto geführt werden. Ihrer Bank versichern Sie schriftlich, dass bei keinem anderen Geldinstitut ein P-Konto besteht. Geldinstitute dürfen die P-Konten bei der SCHUFA melden; so kann die Richtigkeit Ihrer Angaben überprüft werden. Ein Verstoß kann strafbar sein und dazu führen, dass Ihnen der Pfändungsschutz für Ihr Konto aberkannt wird.

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Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der aktuell empfehlenswerten Anbieter für Pfändungsschutzkonten. Vergleichen Sie diese miteinander und finden Sie das richtige P-Konto für sich.

Aktuelle P-Konten Anbieter

Anbieter Infos monatliche
Grund-
gebühr
Mindest-
gehalts-
eingang
Guthabenzins p.a. Kosten f. Kreditkarte. Zur Bank
Girokonto Kreditkarte 1. Jahr ab 2. Jahr
Für einen Detailvergleich aller Konditionen bitte 2 bis 3 Angebote auswählen. Detailvergleich durchführen
Fidor Bank - Fidor Smart Girokonto
Fidor Smart Girokonto
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  • Geld leihen und verleihen unter Freunden
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0,00€ 0,00€ 0,05% 0,00% 0,00€ 14,95€ Zur Bank
 
Onlinekonto.de - Girokonto
Girokonto
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  • Monatlich nur 9,90 Euro Grundgebühr
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  • keine Bonitätsprüfung
  • Prepaid MasterCard inklusive
  • als P-Konto ohne Zusatzkosten führbar
9,90€ 0,00€ 0,00% 0,00% 0,00€ 0,00€ Zur Bank
 
PayCenter - Global MasterCard Premium
Global MasterCard Premium
Info
  • 68,- Euro jährliche Kartengebühr für MasterCard Prepaid Kreditkarte
  • Keine Aktivierungsgebühr
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5,00€ 0,00€ 0,00% 0,00% 68,00€ 68,00€ Zur Bank
 
PayCenter - Suprema Card Prepaid MasterCard
Suprema Card Prepaid MasterCard
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*Die Kontofunktion umfasst eine deutsche Bankverbindung mit eigener Kontonummer zum Empfang von Überweisungen. Von der Prepaid MasterCard sind Überweisungen an jede deutsche Bankverbindung möglich. Lastschrifteinlösung und Lastschrifteninkasso sind zur Sicherheit des Kunden nicht möglich.
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Schützen Sie Ihren Pfändungsfreibetrag

Am 15. Mai 2009 hat der Bundesrat dem »Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes« zugestimmt. Demnach hat jeder Kontoinhaber das Anrecht darauf, sein Girokonto als sogenanntes Pfändungsschutzkonto oder P-Konto zu führen. Für jedes normale Girokonto kann dieser Schutz auf Wunsch eingeräumt werden. Das gesetzliche Regelwerk für das »P-Konto« ist im Paragraphen 850c der Zivilprozessordnung (ZPO) fixiert.

Der Freibetrag ist automatisch geschützt

Das P-Konto wird weiter als ganz normales Girokonto geführt, Daueraufträge, Überweisungen, Lastschriften und Geldeingänge werden wie gewohnt gehandhabt. Die Besonderheit tritt erst im Falle einer erwirkten Kontopfändung zu Tage.

Der unpfändbare Grundbetrag beträgt seit dem 1. Juli 2015 1.073,88 Euro pro Monat. Sozialleistungen können schnell auf einen entsprechenden Nachweis hin freigegeben werden. Die geltenden Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen sind bis zum 30. Juni 2017 rechtskräftig.

Das P-Konto bietet Verbrauchern wesentliche Vorteile. Bis zum Jahr 2010 mussten Schuldner im Falle einer Kontopfändung beim Amtsgericht oder beim Finanzamt die Freistellungen des Freibetrages beantragen. Bis zum Entscheid konnten sie über ihr Konto nicht mehr verfügen, standen im Extremfall komplett ohne Geld da.

Mit dem P-Konto ist der Grundfreibetrag dagegen automatisch vor der Pfändung geschützt. Der Zugang zum Konto bleibt erhalten, der Schuldner kann also zum Beispiel weiterhin Überweisungen bis zur Höhe des Grundfreibetrags vornehmen. Sozialleistungen werden bei einer Kontoüberziehung nicht mit dem Minus verrechnet.

Lassen Sie Ihr Konto aktiv umwandeln

Das Pfändungsschutzkonto gibt es allerdings nicht automatisch. Möchten Sie Ihr Girokonto umwandeln, müssen Sie sich aktiv an Ihre Bank wenden und einen entsprechenden Antrag stellen.

Jede Person darf dabei nur ein P-Konto führen. Verfügen Sie über mehrere Girokonten, kann für diese kein Pfändungsschutz eingerichtet werden. Alle Banken und Sparkassen sind dazu verpflichtet, ein Girokonto auf Antrag innerhalb von vier Tagen kostenlos in ein P-Konto umzuwandeln. Auch, wenn das Konto überzogen ist, muss laut Gesetz der Umwandlung stattgegeben werden.

Noch eine Besonderheit gibt es: Ein Pfändungsschutzkonto kann nur als Einzelkonto geführt werden. Läuft Ihr Girokonto auf Ihren Namen und auf den Namen Ihres Ehepartners, muss es vor der Umwandlung erst auf einen Namen umgeschrieben werden. Theoretisch können Sie ein P-Konto zwar überziehen, die Verbraucherzentrale rät allerdings davon ab, dieses Konto ins Minus rutschen zu lassen.

Ein P-Konto ist generell für alle Verbraucher zu empfehlen, die über ein nur geringes Einkommen verfügen. Verbraucher, die Sozialleistungen erhalten und diese bei einer Kontoüberziehung schützen müssen, sind mit einem P-Konto ebenfalls auf der sicheren Seite.

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