Verbraucherschutzminister fordert Transparenz bei Dispozinsen/

Montag den 3.03.2014 - von Redaktion Konto.org abgelegt unter: Girokonto News

Werden die hohen Dispozinsen in Deutschland zu einer Never-Ending-Story? So sieht es zumindest wieder einmal aus. Nachdem die vorherige Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und zahlreiche Politiker den Banken mit großen Worten den Kampf angesagt hatten wegen der hohen Zinsen für Dispokredite passierte dann doch nichts. Zwar gaben die Banken das Versprechen, in Zukunft ihre Dispozinsen offen auf ihren Internetseiten zu präsentieren, anstatt sie sonst wo zu verstecken. Aber bei der Höhe der Zinsen für Dispokredite tat sich nur bei einigen Banken etwas. Der neue Verbraucherschutzminister Maas hat sich das Thema nun ebenfalls auf die Fahnen geschrieben und fordert mehr Transparenz bei Dispozinsen.

Ist mehr Transparenz durch die Banken der falsche Ansatz?

In der „Welt am Sonntag“ wird Heiko Maas nun auch entsprechend zitiert: „Wenn Leute ins Minus gehen und in den Dispo fallen, müssen sie darauf hingewiesen werden, dass sie exorbitante Zinsen zahlen müssen“. Und: für manche seien die Dispozinsen „der erste Schritt in die Totalverschuldung“. Natürlich ist dies wichtig, dass die Verbraucher darauf hingewiesen werden. Nur viele wissen sogar, dass die Zinsen für ihren Dispokredit hoch sind, und überziehen ihr Girokonto dennoch Monat für Monat munter weiter.

Dies könnte bedeuten: dass es dabei weniger um die Transparenz durch die Banken gehen sollte, sondern darum, dem Verbraucher selbst generell mehr Informationen zur Verfügung zu stellen. Was ist ein Dispokredit wirklich. Welche Alternativen gibt es zum Dispokredit überhaupt. Und wieso Dispokredite nur kurzfristige Kredite sein sollten. Und weshalb die Zinsen für Dispokredite meist deutlich höher sind als für Ratenkredite.

Nun AUFGEPASST! Zum Vergleich der Girokonten mit Dispozinsen 

All dies sind wichtige Fragen, die für viele Bürger wichtig sind, und die eben oft nicht beantwortet werden von den Banken. Sondern es wird einfach ein Dispokredit auf das Girokonto ermöglicht, ohne dass den Verbrauchern oft bewusst ist, dass sie damit zugleich einen teuren Kredit aufnehmen. Der Dispo ist eben praktisch und gerade wenn man sein erstes Girokonto hat, erfreut einen dies oftmals. Wie schnell man dann jedoch in den Sumpf einer Verschuldung mit seinem Dispokredit gerät, und hier hat der Verbraucherschutzminister dann wieder Recht, merken viele oft erst, wenn sie bereits in der Verschuldung sind und das Girokonto dann seitens der Bank gesperrt wurde.

Niedriger Leitzins aber hohe Dispozinsen – Ein Widerspruch?

Immer wieder wird vor allem auch über die Höhe der Dispozinsen diskutiert und dabei der Vergleich gezogen: der Leitzins ist niedrig, wieso sind es die Zinsen für Dispokredite dann nicht auch? Gegen diesen Vergleich wehren sich die Kreditinstitute jedoch immer wieder gerne. Für sie ist der Dispo kein normaler Kredit, der wie ein Ratenkredit fest vereinbarte Raten und einen fixen Rückzahlungsmodus hat. Sondern ein eigentlich kurzfristig zu nutzender Kredit, der bei kurzzeitigen finanziellen Engpässen praktisch ist, aber der nicht zur Dauernutzung gedacht ist.

Und weil das Risiko beim Dispokredit angeblich so viel höher sei, wären damit auch die hohen Zinsen dafür gerechtfertigt, so die Geldinstitute. Dass das irgendwie ein Widerspruch in sich ist, haben die Institute irgendwie jedoch immer noch nicht gemerkt. Aber wer hört auch schon auf Banken?

Überzogenes Konto auch Teil des GroKo-Vertrags

Im Koalitionsvertrag hatte die neue Bundesregierung vereinbart, dass die Banken in die Pflicht genommen werden sollen, die Kontoinhaber zu warnen, wenn das Girokonto überzogen wurde. Und ihnen zudem bei einer längeren Nutzung des Dispokredits (oder des geduldeten, oft noch viel teureren Überziehungskredits) Alternativen anzubieten, die günstiger sind.

Nicht kommen wird indes eine Deckelung der Dispozinsen, wie sie die SPD vor einigen Monaten, damals noch in der Opposition, gefordert hat. Das Thema kriegen die Sozialdemokraten bei den Unionsparteien einfach nicht durch. Und damit wird es auch weiterhin keinen Deckel für die Zinsen für Dispokredite und Überziehungskredite geben. Doch ist eine solche Deckelung überhaupt wünschenswert?

Jeder Kunde muss selbst entscheiden

Natürlich ist es immer einfach, nach einer Regulierung durch den Staat zu rufen. Aber auf der anderen Seite sind wir alle mündige Bürger. Oder sollten es zumindest sein. Und sollten deshalb selbst ein Auge haben können auf unser Girokonto und in wie weit wir es wirklich überziehen wollen. Und vor allem, was das Ganze dann unter dem Strich kostet für uns.

Jeder Kunde sollte deshalb selbst entscheiden können, ob er bereit ist, die hohen Zinsen für Dispokredite bei seiner Bank hinzunehmen oder nicht. Und dann gegebenenfalls zu einer anderen Bank wechseln. Eine Deckelung der Dispozinsen würde, so schön dies vielleicht auf den ersten Blick sein mag, den Wettbewerb verzerren. Und die Banken, die immer noch hohe Zinsen für Dispokredite berechnen, würden diese dann in der Folge einer Deckelung eben woanders aufschlagen, um auch weiterhin noch gut an ihren Kunden zu verdienen. Gedient wäre mit einer Deckelung damit niemandem, zumindest sicherlich nicht den Verbrauchern selbst.

Das richtige Girokonto in unserem Vergleich finden

So aber bietet gerade die Höhe der Zinsen für Dispokredite die Möglichkeit, dass ein Verbraucher, der auf der Suche nach einem Girokonto ist, verschiedene Anbieter in diesem Bereich besser miteinander vergleichen kann. Denn letztlich ist es für Verbraucher, die einen Dispokredit wünschen, wichtig wie hoch die zu zahlenden Zinsen dafür letztlich sind und vergleichen hier auch entsprechend. So ganz unmündig und damit dumm sollte man sich seine Bürger dann doch nicht machen, auch wenn das mitunter schnell gemacht ist.

 

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