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Postbank testet ersten Automaten zur Behebung des 2010-Kartenfehlers
Nun ist es endlich so weit – so wird jedenfalls mancher Verbraucher denken, der sein Konto bei der Postbank führt und in den vergangenen Wochen wie so viele andere Bankkunden von den Problemen beim Geldabheben und Bezahlen mit Giro- und Kreditkarten betroffen waren.
Am gestrigen Nachmittag gab die Postbank offiziell bekannt, dass man den ersten Geldautomaten getestet habe, der die fehlerhaften so genannten EMV-Chips in EC-Karten und Kreditkarten eigenständig reparieren kann. Nach der Durchführung der Prozedur sollen die Karten ohne weitere Komplikationen wieder weltweit für Bezahlvorgänge und die Automatennutzung verwendet werden. Erwartungsvoll werden viele Kunden anderer Institute nun hoffen, dass auch ihre Hausbank endlich mit der Umsetzung der nötigen Maßnahmen beginnt, damit die Karten wieder gewohnt zuverlässig eingesetzt werden können.
Interessant ist die Arbeitsweise durchaus. So prüft der besagte Automat die Chips auf den verwendeten Karten ohne zeitlichen Mehraufwand für die Kunden. Dies geschieht parallel zum Abhebungsvorgang. Ob die jeweilige Karte defekt war, wird den Kunden ebenfalls mitgeteilt, dies erledigt der Automat nach der Eingabe der Geheimnummer. Als zeitlichen Rahmen gibt die Postbank einige wenige Sekunden an. Länger als bei einer voll funktionsfähigen Karte dauert der Vorgang also nicht. Am Ende der Korrektur erfolgt ebenfalls eine Meldung auf dem Display des Automaten.
Endgültige Problemlösung zieht sich hin
Ab Anfang Februar sollen auch an anderen zentralen Standorten des Landes Versuche mit den Reparaturautomaten bei der Postbank vorgenommen werden, etwa 1500 Automaten sollen bis spätestens März 2010 mit der speziellen Technologie nachgerüstet werden.
Gedacht ist das System vor allem dazu, dass die Verbraucher nicht extra während der normalen Öffnungszeiten den Gang in die Filialen auf sich nehmen müssen, um dort die Chip-Reparatur vornehmen zu lassen. Möglich ist die Durchführung aber auch dort im Alltagsgeschäft.
Nachziehen wollen nun auch die Sparkassen im Lande zügig mit Automatenlösungen dieser Art. Auch wenn die Ankündigungen Hoffnung machen, bedeuten die Meldungen im Grunde vorrangig eines: Die betroffenen deutschen Bankkunden müssen sich noch für eine ganze Weile gedulden, bis das Problem endgültig behoben sein wird. Die Banken ihrerseits haben sich wohl die für sie günstigste Vorgehensweise ausgesucht.


