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Kennzeichnung von Anlagemöglichkeiten ab Januar 2010 verbraucherorientiert?
Dies zumindest hat die Deutsche Bank, der Marktführer unter den deutschen Geldinstituten, vor. Dabei geht es vor allem darum, die Anleger besser als bisher zu informieren – und vor allem auch mehr Transparenz in die verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage zu bringen.
Rainer Neske, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank und verantwortlich für den Bereich Privat- und Geschäftskunden, brachte deshalb auch genau diese Begründung an, als die Deutsche Bank ihre Kennzeichnungsregelung vorstellte. “Kunden haben ein Recht auf Transparenz. Sie wollen verständliche Produkte und alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Mit der neuen Produktkennzeichnung erhöhen wir die Transparenz unserer Angebote über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Wir geben unseren Kunden eine klare Orientierung und helfen ihnen, ihre Anlageentscheidungen gut informiert zu treffen. Damit wollen wir den Standard im Markt setzen” fasste er das Vorhaben zur verbraucherorientierten Kennzeichnung für Anlageprodukten zusammen, das zu Januar 2010 eingeführt werden soll.
Der Branchenführer handelt, bevor der Gesetzgeber das Handeln verlangt
Die Deutsche Bank, durch den Zukauf von Postbank-Anteilen immer noch Branchenprimus auf dem Bankenmarkt in unserem Land, zeigt damit auch ihrer Konkurrenz klar, wo es langgeht.
Nicht immer hatte der Vorstand der größten Bank Deutschlands in den vergangenen Monaten ein gutes Händchen bei Aussagen, die getroffen wurden. Und auch der von Vorstandschef Josef Ackermann geforderte Notfallfonds für Banken war und ist vielen ein Dorn im Auge. Dennoch beschreitet die Deutsche Bank hier einen wichtigen Weg, und zwar BEVOR der Gesetzgeber entsprechende Regelungen verlangt.
Wie die Regelungen für die verbraucherorientierte Kennzeichnung genau aussehen sollen, lieferte die Deutsche Bank in ihrer Erklärung dann auch gleich mit: “Sieben grafische Symbole informieren Anleger ab Januar einfach und transparent über Konditionen, Risikoklasse, Kapitalrückzahlung, Anlageinstrument, Anlageklasse, Anlageregion und Fälligkeit von Wertpapieren. Die Produkt-Wegweiser ergänzen die Unterlagen für alle neuen aktiv angebotenen Investmentfonds und Zertifikate und machen deren Eigenschaften und Konditionen auf einen Blick vergleichbar. Die Kennzeichnung soll 2010 sukzessive für alle aktiv angebotenen Investmentfonds und Zertifikate eingeführt werden.”


