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G20 will Banken verstärkt kontrollieren
Im Rahmen des bereits dritten Gipfeltreffens der so genannten G20-Nationen hat man sich frühzeitig darauf verständigt, dass nur gemeinsame Lösungsansätze dafür Sorge tragen können, dass neue, internationale Richtlinien mehr wirtschaftliche Sicherheit bringen – vor allem für die Anleger.
Ein zentraler Aspekt in der Debatte zwischen den 20 führenden Industrie- und Schwellenländer sind auch weiterhin die Bonuszahlungen für Manager, die inzwischen bei vielen Banken wieder gewährt und zugesichert werden, als hätte es die Auswirkungen der Krise in Form von Abschreibungen und Verlusten in den Bankenbilanzen gar nicht gegeben.
Weiterhin Millionensummen für Manager und Millionenverluste bei den Bankkunden – diese beiden Fakten sind für die Vertreter der G20-Länder nicht miteinander vereinbar. Und so sollen nun endlich Obergrenzen geschaffen werden, die internationale Vergleichbarkeit auch in Zukunft ermöglichen. Mit einer solchen Regelung könnte man der Kritik der Banken einen Riegel vorschieben. Denn immer wieder wurde vonseiten der Banken darauf hingewiesen, dass nationale Richtlinien für die Managergehälter dazu führen würden, dass einzelne Ländern global nicht mehr im notwendigen Maße wettbewerbsfähig sein könnten. Kommt es hingegen zu einer internationalen Lösung in dieser problematischen Thematik, wäre die Kritik aus der Bankenbranche im Vorhinein ausgeschlossen.
Neue Vorgaben für Eigenkapitalversorgung bei Banken
Vorgenommen hatte man sich beim auch allgemein betrachtet viel für den G20-Gipfel in Pittsburgh. Allerdings geht es dabei in erster Linie um die mittel- bis langfristige Festlegung eines gemeinsamen Weges. Adhoc-Lösungen – soviel war bereits vor Beginn der Gespräche klar – konnte es nicht oder nur in sehr begrenztem Maße geben. Die meisten Planungen beziehen sich auf das kommende Jahr 2010. Neben den Restriktionen für die erwähnten Bonuszahlungen sollen dann auch neue Regulierungen für die Ausstattung mit Eigenkapital geschaffen werden. Auch Bankenmanager wie Josef Ackermann hatten sich diesbezüglich in den vergangenen Wochen für eine Korrektur der bisherigen Regeln ausgesprochen. Ackermann selbst bezeichnete die Ansätze des G20-Gipfels dementsprechend denn auch als Zeichen großen Verantwortungsbewusstseins bei den beteiligten Nationen.
Neue Vorschriften im Bereich des Eigenkapitals sollen allerdings aufgrund der bevorstehenden Prüfungen möglicherweise erst Ende 2012 auf den Weg gebracht werden. Dann jedoch sollen zeitgemäße Vorgaben vorliegen, die bestimmen, in welchem Umfang die Banken über eigene Mittel verfügen müssen, um sich gegen wirtschaftliche Gefahren abzusichern. Das geforderte Eigenkapital wird in direkter Abhängigkeit zur jeweiligen Unternehmensgröße sowie den individuellen Risiken stehen.
Nicht alle zufrieden mit dem Gipfeltreffen
Während sich der noch im Amt befindliche deutsche Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und US-Präsident Obama weitgehend zufriedene Aussagen getroffen wurden bezüglich des G20-Treffens, kritisiert unter anderem die Wirtschaftsweise Weder di Mauro, dass auch die Umsetzung der gemeinsamen Vereinbarungen auf internationaler Ebene erfolgen müssen. Der Plan, globale Regeln von nationalen Instanzen umsetzen zu lassen, ohne die Durchführung konstant überwachen zu lassen, sei keineswegs ein ausreichender Eingriff für sicherere Strukturen für den Bankensektor von morgen.


