Zahlen und Fakten

Die Welt ist ein Irrenhaus und hier ist die Zentrale. So oder ähnlich könnte man urteilen, wenn man die Zahlen und Fakten studiert, die unsere Redaktion in loser Folge auf dieser Seite zusammenträgt.

Migranten helfen mehr als die staatliche Entwicklungshilfe

Für ihre Heimatländer sind Migranten aus der Dritten Welt mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zur Unterstützung ihrer Familien, Angehörigen und Freunden überwiesen sie in den letzten Jahren immer mehr Geld nach Hause. Für diesen Geldfluss in die Ursprungsländer der Migranten gibt es sogar einen Fachbegriff: Remittances.

Laut Statistik der Weltbank überwiesen Migranten folgende Summen in ihre Ursprungsländer:

  • 2000: 81 Mrd. US-Dollar
  • 2005: 192 Mrd. US-Dollar
  • 2010: 325 Mrd. US-Dollar
  • 2013: 418 Mrd. US-Dollar

Damit übersteigen die Überweisungen von Migranten die Zahlungen der Entwicklungshilfe der OECD-Nationen im gleichen Zeitraum deutlich. Diese betrugen:

  • 2000: 81 Mrd. US-Dollar
  • 2005: 128 Mrd. US-Dollar
  • 2010: 135 Mrd. US-Dollar
  • 2013: 135 Mrd. US-Dollar

Für ihre Auslandsüberweisungen nutzen Migranten übrigens bevorzugt Finanzdienstleister wie Western Union oder Moneygram.

60 Prozent Anstieg bei Falschgeld in Deutschland im Jahr 2014

Das Internet sorgt für einen Boom – auch beim Falschgeld. Laut Bundeskriminalamt (BKA) wurden 2014 rund 76.000 gefälschte Banknoten im Nennwert von 5,3 Mio. EUR in Deutschland in Umlauf gebracht. Das sind 60 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Interessant dabei: laut Bericht der Wirtschaftswoche (Ausgabe 26 vom 19.06.2015) gibt es die Blüten im so genannten Darknet zum Schnäppchenpreis: Ein Bündel mit 25 gefälschten 50 Euro Scheinen im Wert von 1.250 Euro kostet laut Recherche der WiWo auf dem Darknet-Marktplatz “Hqer” nur 500 Euro. Die Blüten seien dabei von so hoher Qualität, dass sie sogar einen Test mit dem im Handel oft genutzten Prüfstift bestehen.

Rücklage der Rentenversicherung schmilzt um über 600 Mio. EUR pro Monat

Lustig ist das nicht: die Rücklagen der Rentenversicherung schmelzen derzeit atemberaubend schnell dahin. Alleine zwischen Dezember 2014 und März 2015 um 2,3 Milliarden Euro. Ende März 2015 befanden sich 32,715 Mrd. EUR in der so genannten Nachhaltigkeitsrücklage. Das reicht aber nur für 1,69 Monatsausgaben. Noch im Dezember 2014 hätte die Rücklage für 1,91 Monatsausgaben gereicht. Bleibt die Sinkrate unverändert, geht dem System in etwas mehr als 42 Monaten der Saft, also das Geld, aus.

Über 100 Mio. neue Bankkonten in Indien

In Indien wurden zwischen August 2014 und April 2015 mehr als 100 Millionen Bankkonten eröffnet. Auslöser ist die flächendeckende Ausgabe von Personalausweisen an und die Erfassung von mittlerweile mehr als 700 Millionen der 1,25 Milliarden Inder mittels Iris-Scan.

Über 90 Prozent der Deutschen schwören auf Filialbanken

Für über 90 Prozent der deutschen Verbraucher kommt als Hausbank nur eine Filialbank in Frage. Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung Kampmann, Berg & Partner. Trotzdem haben mehr als 25 Prozent der Verbraucher ein Konto bei einer Direktbank, meist jedoch nur als Zweit- oder Nebenkonto.

Apple auf dem Weg zur größten Bank der Welt?

Apple ist auf dem Weg, die größte Bank der Welt zu werden. Klingt unglaublich, aber: rund 800 Mio. iPhones sind in Benutzung und mehr als 100 Mio. Nutzer werden in den nächsten Jahren damit mobile Payment betreiben, also digital Bezahlen. Das spült dann Milliarden Transaktionsdatensätze pro Monat auf die Server von Apple und macht den Konzern in einigen Jahren vielleicht zu einer der größten Banken weltweit.

50 Prozent der Jobcenter-Mitarbeiter berechnen HartzIV-Leistungen

Statistisch gesehen ist jeder zweite Jobcenter-Mitarbeiter damit beschäftigt, HartzIV-leistungen auszurechnen anstatt Arbeitslose zu vermitteln.

Nur 10 Arbeitstage pro Jahr fallen in Deutschland wegen Streik aus

In Deutschland fallen durchschnittlich nur 10 Arbeitstage pro 1.000 Beschäftigte durch Streik aus. In Frankreich sind es 139 Arbeitstage. (Quelle: WSI, Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2013, Frankreich 2005 bis 2012). Zumindest in dieser Hinsicht sind uns die Franzosen also meilenweit voraus.

Franzosen sind Freizeit-Europameister

Die Franzosen sind Freizeit-Europameister. Ihre tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt durchschnittlich nur 35,6 Stunden. In Deutschland wird im Schnitt 37,7 Stunden pro Woche gearbeitet. Griechen und Polen haben mit jeweils 40 Stunden pro Woche das höchste Pensum. Wenn es beim Fußball also mal nicht mehr rund läuft, können die Franzosen zur Not auf diesen Titel zurückgreifen.