Das Girokonto mit Dispokredit

Verbraucher, die über eine gute Bonität verfügen, erhalten von ihrem Bankinstitut ein kostenloses Girokonto mit dazugehörigem Dispositionskredit – kurz Dispo. Da diese Option – Schüler und reine Guthabenkonten davon ausgenommen – bei den meisten Konten gegeben ist, ist der Dispokredit auch der am meisten genutzte (Klein-)Kredit in Deutschland. Der Vorteil liegt einfach darin, dass man mehr Geld ausgeben kann, als man auf dem Girokonto verfügt – und das alles ohne Antragstellung oder Sicherheiten. Allerdings muss dieser Nutzen mit hohen Kosten in Form von Sollzinsen bezahlt werden.

Die meisten Banken gehen heute mit dem Dispo auf Sicherheit und vergeben diesen erst dann, nachdem erste Zahlungs- bzw. Gehaltseingänge verbucht wurden. Einen Dispokredit beantragen können zudem nur Volljährige und Personen, die über ein regelmäßiges monatliches Einkommen verfügen. Zudem darf bei der SCHUFA kein Negativeintrag vorliegen. Wer keinen Dispo benötigt, kann diesen auch auf Antrag formlos wieder entfernen lassen. Die Höhe des Dispos legen die meisten Banken nach der Höhe der Gehaltszahlung fest. In der Regel ist dann eine Überziehung von drei Monatsgehältern (Nettogehalt) möglich. Kunden mit einem guten Zahlungsverhalten erhalten auch einen höheren Dispo auf Wunsch.

Der Nachteil eines Dispokredits liegt in den Sollzinsen, nicht umsonst zählt dieser Kredit zu den teuersten auf dem Markt. Wer allerdings einen Dispokredit-Vergleich unternimmt, wird schnell feststellen, dass innerhalb der Bankengesellschaft große Unterschiede vorherrschen. Die Bandbreite bei den Dispositionskrediten reicht von 6 bis hin zu weit über 19 Prozent. Kunden, deren Konto öfter ins Minus rutscht, sind daher gut beraten, sich vor der Kontoeröffnung mit den genauen Konditionen für den Dispo zu befassen.

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