Bankauszahlplan

Ein Bankauszahlplan ist eine Anlageform mit einer fest vereinbarten Laufzeit, einem für die Laufzeit garantierten Zinssatz und einer regelmäßigen Auszahlung an den Anleger. Der Anleger kann zwischen zwei Varianten wählen: Auszahlplan mit Kapitalverzehr oder Auszahlplan mit Kapitalerhalt, hier werden dann nur die Zinsen regelmäßig ausgezahlt. Die Beträge können je nach Bedarf monatlich, vierteljährlich oder auch jährlich ausbezahlt werden. Am Ende der Laufzeit ist das Kapital oder der Zins “verzehrt”.

Ein Bankauszahlplan kann nützlich sein, wenn man sich selbst, den Partner, Kinder oder Enkel für eine bestimmte Zeit finanziell unterstützen möchte. Zum Beispiel: Finanzierung vom Studium des Enkels, Überbrückung des Übergangs zur Rente, Zusatzrente.

Die Mindestlaufzeit beträgt 2 Jahre. Am häufigsten werden aber Auszahlpläne mit Laufzeiten zwischen vier und zehn Jahren angeboten. Lange Laufzeiten mit festem Zins sind rar. Nur wenige Institute bieten mehr als zwölf Jahre Laufzeit.

Diese Anlageform wird von den Anlegern oft als zusätzliche Rente gesehen. Vorteil gegenüber der Rentenversicherung ist hier, dass bei Tod das Restvermögen nicht verloren ist, sondern vollständig an die Erben übergeht. Allerdings sind die Steuerabzüge bei einer hohen Anlagesumme enorm. Für die Zinserträge fallen Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag, insgesamt 26,375 %, an. Bei der privaten Rentenversicherung hingegen ist nur der Ertragsanteil steuerpflichtig.

Der Auszahlplan bietet eine hohe Sicherheit. Zinsen und Laufzeit werden bei Vertragsschluss fest vereinbart. Nach Vertragsschluss muss sich der Anleger um nichts mehr kümmern. Eine Kündigung des Auszahlplans ist allerdings, wenn überhaupt, nur in Notfällen möglich. Die Anlage ist völlig unflexibel, deshalb sollte die Laufzeit überschaubar sein.